KontaktRufen Sie uns an +49 89 993412-0

Firmenbrief 03/2019

Liebe Leserinnen und Leser,

wie gefällt Ihnen unser Firmenbrief? Sie dürfen uns gerne Rückmeldungen schicken, über jede einzelne Nachricht, Kritik, Anregung freuen wir uns. Schreiben Sie uns diese an firmenbrief@lisag.de

Lesen Sie in dieser Ausgabe eine Live-Story über eines unserer erfolgreichen Kundenprojekte. Nach unserem Firmenbrief-Relaunch, haben wir uns zur Aufgabe gemacht, ihnen vor allem live aus der Praxis zu berichten, um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten Ihnen vor allem im Mittelstandsgeschäft zur Verfügung stehen. Darüber hinaus gibt's diesmal wieder Neuigkeiten von CoreBiz. Ist Ihnen außerdem bewusst, wie extrem Facebook mit Daten umgeht? Falls nicht, lesen Sie unseren Artikel zur Datenkrake Facebook. Zum Schluss noch etwas Aufmunterndes: haben Sie schon mal die Parallelen zwischen IT und Kindererziehung erkannt? Als Mutter oder Vater werden Sie sich in diesem Artikel sicher ein wenig wiederfinden. Viel Spaß dabei!

In dieser Ausgabe finden Sie zusammengefasst:

  • BusinessCase 1697 - Umstellung auf Ausfallsicherheit
  • CoreBiz - SecureFileExchange
  • Datenkrake Facebook Konzern
  • Wussten Sie schon? – Unsere Wissens-Ecke
  • Der Witz zum Schluss

Viel Spaß beim Lesen wünscht

die Firmenbrief-Redaktion

LIS Projekt 1697, Umstellung auf Ausfallsicherheit

Umstellungsprojekte in der IT sind aus Sicht vieler Kunden ein Abenteuer mit hohem Risiko und ungewissem Ausgang. Für die LIS AG gehört dies zum Kerngeschäft. Um Ängste in diesem Bereich abzubauen, berichten wir von einem abgewickelten Projekt und den darin angewandten Vorgehensweisen.

Ausgangssituation:
Unser Kunde handelt mit hochwertigen Reinigungsgeräten für kommerzielle Anwender wie Großküchen oder Krankenhäuser. Der Vertrieb erfolgt über einen mobilen Außen­dienst, gefertigt wird bei einem Auftragsfertiger, Lagerhaltung und Service werden aus der Firmenzentrale betrieben. Von der IT werden etwa 40 lokale und 25 mobile Clients betreut.

Die IT-Infrastruktur bestand im Wesentlichen aus einem fünf Jahre alten Server. Darauf lief ein Fakturierungs-System, ein Dokument-Management-System, eine Zeiterfassung und weitere kleinere Geschäftsanwendungen. Das Mailsystem war damals zu einem Mailprovider ausgelagert.

Die Aufgabe:
Durch den Erfolg des Unternehmens war die IT-Verfügbarkeit ein wichtiges Kriterium geworden, um den Kundenservice und die sonstigen Unternehmensprozesse aufrecht zu erhalten. Dies erforderte ein grundlegend neues Konzept für die IT, das allerdings den Kostenrahmen eines mittelständischen Unternehmens nicht sprengen sollte.

Die Umsetzung:
Nach eingehender Analyse und Abstimmung mit dem Kunden schlug LIS die Migration auf ein hyperkonvergentes CoreBiz-Clustersystem vor. Die Leistung des vorhandenen Dell R710 Servers wurde durch Aufrüstung mit zwei schnellen CPUs, mehr RAM und schnelleren Festplatten mehr als verdoppelt. Zusätzlich wurde ein identischer refurbished Server für das Cluster beschafft. Die Kosten für die Aufrüstung und den zweiten Server betrugen insgesamt 2.800€.

Auf dem neuen Server wurde, parallel zum operativen Betrieb, ein „halbes“ Cluster mit Storage und Virtualisierung aufgebaut. Im nächsten Schritt wurden alle Serveranwendungen auf das halbe Cluster kopiert, getestet und dann in Betrieb genommen. Nachdem auch der „alte“ Server mit dem CoreBiz-System konfiguriert war, wurde das Cluster über beide Server aufgespannt und die Synchronisation der Storagesysteme aktiviert.

Im Zuge des Projekts wurden alle Mitarbeiter als Benutzer im CoreBiz Directory erfasst und Benutzergruppen zugeordnet, die zum Beispiel für den Zugriff auf die Fileserver-Daten erforderlich waren. Alle Arbeitsplatzrechner wurden nun in die Domäne aufgenommen und damit ein zentrales Identity Management eingeführt.

In einem weiteren Schritt wurde CoreBiz Groupware als eigene virtuelle Maschine auf dem Cluster installiert und der Mailbestand vom Provider in die Groupware übernommen. Neben Mail standen danach auch alle weiteren Groupware-Funktionen wie Kalender, Aufgaben oder Kontakte zur Verfügung, die persönlich oder über Benutzergruppen gemeinsam gepflegt und genutzt werden können. Als Bedienoberfläche hatte sich der Kunde für Roundcube mit einer intuitiv bedienbaren Web-Oberfläche entschieden.

Abschließend wurde noch ein lokaler Backupserver in Betrieb genommen, der täglich automatisch alle Daten direkt und alle Systeme als Image-Backup sichert. Damit könnten bei einem Virenbefall alle Systeme komplett mit Konfiguration und Daten schnell wiederhergestellt werden.

Zusammenfassung:
Der Kunde erreichte in diesem Projekt mit geringem Aufwand eine Ausfallsicherheit seiner IT aus Sicht der Anwendungen. Die redundante Datenspeicherung im Zusammenspiel mit dem Backupserer gewährleistet, dass die Daten und Systeme jederzeit wiederhergestellt werden können.

CoreBiz – Secure File Exchange

Der sichere Austausch von Daten ist für Unternehmen überlebensnotwendig. Gerade wenn es um firmeninterne Daten, wie Patente oder wichtige Projekte mit Kunden geht, ist die Sicherheit der Daten besonders wichtig.

Die herkömmliche Mail ist eine Lösung, die in den meisten Fällen auch genutzt wird. Dennoch gibt es einige Aspekte, die gegen die Mail sprechen.

Zum einen ist der Sicherheitsaspekt zu bedenken. Bei einer herkömmlichen Mail können sowohl der Internet-Provider, der Mail-Provider des Senders und des Empfängers, sowie einige andere auf dem Weg mitlesen.

Die Ende-zu-Ende Verschlüsselung bietet einen guten Schutz der Mail, dennoch ist das Public-key Verfahren für viele schwer zu realisieren und zu verstehen.  

Hinzu kommt, dass das E-Mail-Verfahren unübersichtlich und kompliziert ist, wenn es um längere Kommunikationen, zum Beispiel bei einem Kundenprojekt geht. Anhänge erst zu öffnen, auf dem Rechner oder dem File-Server abzulegen und danach bearbeiten zu können ist zeitaufwendig.

Der auf Pydio basierende Filehosting-Dienst CoreBiz Secure File Exchange (CoreBiz SFX) ist eine Lösung, bei der Dateien, Dokumente sicher und unkompliziert extern oder intern unter eigener Kontrolle abgelegt werden können. User oder Kunden müssen so nicht direkt auf den Fileserver zugreifen.

Der Zugriff auf den SFX erfolgt über den Browser, sowie per App auf dem Client oder dem Handy.

Features:

Allgemein bietet der CoreBiz SFX einen zentralen Ort für Nutzer, um Dateien oder ganze Ordner zu bearbeiten, oder zusammen zu führen. Die Überwachung und der Schutz der Firmendaten bleibt  unter der Kontrolle der eigenen IT-Abteilung. Bei einem Zugriff oder einer Veränderung eines Dokuments durch einen User oder einen Kunden wird derjenige automatisch benachrichtigt, der es als erstes auf den SFX hochgeladen hat. Dies bietet eine größere Kontrolle, wer auf welche Dateien zugreift und was verändert wird.

Mit CoreBiz SFX ist es zudem möglich, die Freigabe einer Datei oder eines Dokuments mit Passwörtern zu sichern und darüber hinaus Verfallsdaten für Links zu erstellen, falls eine Datei einem Kunden nur temporär zur Verfügung stehen soll. In gleicher Weise kann die Anzahl der Downloads aus dem eigenen System begrenzt werden, sodass nur eine bestimmte Anzahl an Dateien heruntergeladen werden kann.

Es besteht die Möglichkeit mit anderen Mitarbeitern in Echtzeit Dokumente zu bearbeiten, zu speichern und zu verändern, ohne dabei das Web-Interface verlassen zu müssen.

Die Kommentar- oder auch Feedback-Funktion ist ein weiteres hilfreiches Feature, das dabei hilft, Dokumente zu bearbeiten, indem man Verbesserungsvorschläge in Textform wie ein Post-It an das Dokument anhängt. In diesem Falle erhält der Ersteller oder der jeweilige Mitarbeiter ebenfalls automatisch eine Benachrichtigung.

Mit dem Versionierungstool lassen sich eigene Versionierungsrichtlinien erstellen und frühere Versionen wiederherstellen. Ähnlich wie bei den herkömmlichen Messenger-Diensten können mit dem integrierten Chat von CoreBiz SFX auf einfachem Wege die Personen erreicht werden, die an einem gemeinsamen Projekt oder an einem Dokument arbeiten. So werden langwierige E-Mail- Konversationen eingespart und das erwünschte Ergebnis schneller erreicht. Über die selbst konfigurierbaren Chatrooms können zudem Gespräch-relevante Dokumente oder Personen in gleicher Umgebung allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden.

Die Benutzeroberfläche des SFX basiert auf dem Google Material Design. Das Interface ist selbst konfigurierbar und so kann das hauseigene Logo der Firma eingefügt, Hintergrundfarben geändert und Schaltflächen entfernt oder hinzugefügt werden.

Mit all diesen Features ist der CoreBiz Secure File Exchange ein Tool, das Firmen dabei hilft, organisierter zu werden, einfacher und unkomplizierter miteinander zu arbeiten und alles in allem schneller zum erwünschten Ziel zu gelangen.

Bei Interesse rufen Sie doch einfach bei uns an unter der 089/99341-20
Oder schreiben Sie eine E-Mail an sales@linux-ag.com

Datenkrake Facebook-Konzern

Das Geschäftsmodell des Unternehmensverbundes sind Daten, die beim Nutzen der kostenlosen Dienste über die User generiert werden. Diese werden dann unter anderem an werbetreibende Unternehmen weiterverkauft. Der User zahlt somit nicht mit Geld, sondern mit seinen Daten die er bei der Nutzung der Dienste preisgibt.  

Zu dem börsennotierten Unternehmen Facebook gehört nicht nur das gleichnamige soziale Netzwerk, sondern auch die Video- und Foto-Sharing-App „Instagram“, sowie der Messenger-Dienst „WhatsApp“. Die Reichweite der Dienste umfasst im Januar 2019, laut statistika.de, 2,7 Milliarden aktive Nutzer mit weiterhin steigender Tendenz.

Facebook sammelt über die oben genannten Dienste sowie Social-Plug-ins auf Websites, den Log-in-Service, Facebook Analytics, massenhaft Nutzerdaten und verknüpft und wertet diese aus. Je tierfer das Wissen über Meinungen, Freunde, Hobbys oder häufig besuchte Orte, desto wertvoller ist der Datensatz für Werbetreibende und damit auch für Facebook. Durch die Kombination gesammelter Daten entsteht ein sehr präzises Nutzerprofil, wodurch Anonymität verloren geht. Das Bundeskartellamt hat dem Facebook Konzern aufgrund der Marktmacht nun im Januar erstmals eine Vorgabe gemacht. Daten dürfen laut der Wettbewerbsbehörde von Facebook nicht mehr unter den zugehörigen Unternehmen ausgetauscht und verknüpft werden.

Der Konzern sammelt zum Beispiel: Profilbild, Status, Adressbuch (Telefonnummern von Freunden, Verwandten und Kollegen), eigene Telefonnummer, wann und wie oft der Dienst genutzt wird, Metadaten (Standort),  mit wem kommuniziert wird (der Inhalt gilt zumindest auf Whatsapp und dem Facebook Messenger über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als sicher), E-Mail-Adresse, Passwort, Vor- und Nachname, Wohnort, Fotos und Kommentare (Facebook und Instagram), Hashtags, Likes und Dislikes, die Freundesliste, die verlinkten Websites auf die geklickt wird, welcher Browser und welches Gerät (Modell und Betriebssystem) verwendet wird, GPS-Daten, SMS und Anruf-Verlauf, Bewegung der Maus auf der Website, Akkustand, den freien Speicherplatz, Signalstärke von WLAN und Mobilfunk, IP-Adresse, andere Geräte im WLAN und so weiter.

Dabei hat der Datenschatz auch Vorteile für die Nutzer:

Pro:

  • Bessere Vorschläge für Freunde und passendere Werbung auf Facebook.
  • Informationen über die Nutzer können helfen, Dienstleistungen und Produkte zu verbessern.
  • Individuelles Suchverhalten kann beispielsweise die Suchergebnisse deutlich verbessern, wenn aus den zurückliegenden Anfragen auf zukünftiges Suchen geschlossen werden kann.

Kontra:

  • Die Verbraucherzentrale Bundesverband bemängelt, dass Daten von WhatsApp-Nutzern an Facebook weitergegeben werden, auch wenn diese gar keinen Facebook-Account haben.
  • Durch die gesammelten Informationen über den User, können Profile erstellt werden die dann zum Beispiel etwas über die Zahlungsbereitschaft des Users aussagen. Durch die sogenannte Preisdiskriminierung können Produkte und Leistungen dann zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden.
  • Lange undurchsichtige AGB, die den Unternehmen das Recht geben, nahezu unbeschränkt Daten zu speichern, kommerziell zu verwenden und schließlich an Drittunternehmen zu verkaufen. Dem Verbraucher ist oft nicht bewusst, welche Daten er preisgibt.

Immer wieder erscheinen auch Artikel über die weiteren Auswertungsmöglichkeiten der Daten, etwa die Möglichkeit das Ende einer Paarbeziehung vorherzusehen oder die politische Einstellung zu erkennen. Auch der Datenskandal bei der US-Wahl um Facebook und Cambridge Analytica zeigt, dass die Datenauswertungen und Erkenntnisse nicht nur von der Konsumindustrie genutzt werden.

Das Bundeskartellamt hat am 7. Februar 2019 Facebook eine marktbeherrschende Stellung attestiert. Der Konzern soll seine Datensammelpraxis einschränken, ansonsten drohen hohe Geldstrafen. Zu diesem Entschluss ist die Wettbewerbsbehörde nach dreijähriger Durchleuchtung des Facebook Konzerns in Kooperation mit den Datenschutzbehörden gekommen. Das Bundeskartellamt hat dem Konzern nun untersagt, Nutzerdaten aus Facebook, WhatsApp und Instagram zusammenzuführen, solange keine ausdrückliche Einwilligung des Kunden vorliegt. Die Nutzung der Dienste darf nicht an die Einwilligung gebunden sein. Der Konzern hat nun vier Monate Zeit, zu erklären wie er das technisch löst. Die Vorschläge werden dann auf Umsetzbarkeit geprüft.

Quellen: www.statista.com, www.stern.de, www.lhr-law.de

Wussten Sie schon

Laut der Statistikplattform w3schools.com stammen rund 6.1% aller Webzugriffe von Linux Clients, dies sind ungefähr 240.000.000.

Im Zeitraum 2003 bis 2005 wurde Linux sogar mehr genutzt als Apples MacOS. Nach der gleichen Statistik zufolge kommen 70% der Web-Zugriffe von verschiedenen Windows Systemen. Linux mag daher bei Desktop Clients noch recht unpopulär scheinen, jedoch zeigt sich ein jährlich konstantes Wachstum im Client-Bereich. Die eigentliche Stärke von Linux liegt jedoch bei Webservern hier laufen etwa 70 bis 90% unter Linux und ein ähnliches Bild würde sich wahrscheinlich auch im Cloud-Bereich widerspiegeln. Es ist abzuwarten, wie sich dies weiterhin entwickelt.

Der Witz zum Schluss

Problemkind IT?! Senior Consultant Marcus Schwertz zieht mit einem Augenzwinkern erstaunliche Parallelen zwischen der Kindererziehung und der IT. Dass beide Bereiche die kaffeefördernde Industrie fördern, ist dabei bei Weitem nicht die einzige Gemeinsamkeit. Lesen Sie hier von Cappuccino-Väter_*Innen und warum "alles Gute" extra kostet. Na, erkennen Sie vielleicht eines ihrer (beruflichen) Kinder wieder? 

Bis zum nächsten Mal!
Ihr Redaktionsteam

Firmenbrief