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Voice over IP mit der Pascom Telefonanlage

27. Feb 2019 FWE

Voice over IP („VoIP“) ist seit Jahren weltweit ein aktuelles Thema, in Deutschland gibt es insbesondere durch die Abkündigung von ISDN durch die Deutsche Telekom einen starken Druck zur Umstellung. Viele Firmenkunden mit ISDN-Anschlüssen haben von der Telekom bereits die Vertragskündigung erhalten und sind nun gezwungen, sich nach einer geeigneten Lösung umzusehen.

Am Markt gibt es immer noch VoIP-Telefonanlagen im klassischen Stil auf eigener, hersteller­spe­zi­fischer Hardware. Für die meisten Käufer ist die Telefonanlage jedoch einfach eine Server­anwendung, die typischerweise als virtuelle Maschine im Rechenzentrum läuft und keine Sonderrolle mehr spielt. Die LIS AG hat als Spezialist für den Mittelstand eine Vielzahl von Anlagen für den Kundeneinsatz getestet und sich dann für die Pascom-Telefonanlage (früher: „Mobydick“) entschieden. Als vorteilhaft, aber nicht ausschlaggebend wurde die Nähe zum Hersteller in Deutschland angesehen.

Die Anlage bietet alle Funktionen einer klassischen Telefonanlage, allerdings ergeben sich durch die Software-Basis spürbar komfortablere Konfigurations- und Bedienmöglichkeiten. Eine Auflistung der umfänglichen Leistungsmerkmale würde hier zu weit führen, gerne zeigen wir die Möglichkeiten in einer Online-Demo. Im Gegensatz zu früher ist ein Kauf der Telefonanlage nicht mehr erforderlich, die Abrechnung erfolgt ausschließlich nach Zahl der „concurrent User“, das heißt nach der Zahl gleichzeitiger Benutzer. Wer bisher einen 4x S0-ISDN-Anschluss (8 ISDN-Kanäle) hatte, ist aus Sicht von Pascom wahrscheinlich mit 8 Concurrent Benutzern gut bedient. Der Preis für diese Größenklasse liegt bei günstigen 560,- €/Jahr.

Auch die Integration mit anderen Systemen und Anwendungen lässt sich einfacher umsetzen als in der Vergangenheit. Das Musterbeispiel ist die Integration mit ERP- oder CRM-Systemen, so dass man per Mausklick direkt aus diesen Systemen wählen kann (CTI Computer Telephony Integration). Mobil- oder DECT-Telefone lassen sich gut in die Anlage integrieren.

Im Normalfall läuft die Anlage inhouse wie bisher, Pascom kann aber auch in einem Cloud-Modell genutzt werden. In diesem Falle verbinden sich die User über eine verschlüsselte Strecke mit der Telefonanlage in der Cloud und werden dort weiter vermittelt.

Auch aus Benutzersicht ist die Flexibilität groß. Im Gegensatz zu proprietären Anlagen können mit der Pascom-Anlage eine Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte eingesetzt werden. Pascom unterstützt beispielsweise Apparate der Hersteller Snom, Yealink und Grandstream. Unterstützt bedeutet in diesem Fall, dass sie von der Telefonanlage aus provisioniert werden können (Tastenbelegungen, Verhalten, Telefonbuch), was die Verwaltung vereinfacht. Gut nutzbare Geräte gibt es zwischen 50€ und 200€.

Viele Unternehmen verzichten allerdings heute auf Telefonapparate und arbeiten mit Headsets und einem sogenannten „Softclient“, der deutlich mehr Möglichkeiten bietet als ein Telefonapparat. Neben einer komfortableren Suche im Telefonbuch bietet ein Journal eine Übersicht über durch­ge­führte oder verpasste Anrufe, es gibt eine Chatfunktion, mit der parallel zum Telefonat schriftlich kommuniziert werden kann. Der Softclient läuft auf allen gängigen Betriebssystemen wie Windows, Linux oder iOS.

Bei der Umstellung von ISDN auf VoIP ist nicht nur die Anlage zu betrachten, sondern auch der Anschluss ans Netz. An die Stelle einer Telefongesellschaft und ISDN treten ein SIP-Provider und IP. Bei der Umstellung gibt es mindestens einen kritischen Moment, nämlich die nahtlose Übernahme der ISDN Nummer zum SIP-Provider und die synchrone Umschaltung auf die VoIP-Anlage. Daneben ist bei der Umstellung auch die Abbildung der bisherigen Konfiguration wichtig, wie Weiterschaltung, Rufnummerngruppen und andere erprobte Einstellungen.

Ein wichtiger Aspekt, der oft nicht ausreichend berücksichtigt wird, ist die Sicherstellung von Quality of Service („QoS“) auf der Leitung. Selbst bei sehr breiter Anbindung passiert es, dass sich ein Download – zumindest für einige Sekunden - die gesamte Bandbreite nimmt und damit den Spachverkehr empfindlich stört.
Für den Umstellungsprozess hat die LIS AG bewährte Methoden entwickelt, sodass der Kunde auch während der Umstellung durchgehend telefonisch erreichbar ist.