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IT-Infrastruktur für ein mittelständisches Unternehmen modernisieren

28. Apr 2021 FWE

Eines der Hauptziele der LIS AG ist es, Unternehmen beim Umstellen und Verbessern ihrer IT-Infrastruktur zu unterstützen. Die LIS erarbeitet dabei eine Lösung, die alle Kundenwünsche berücksichtigt. Dieser Beitrag beschreibt, wie das detaillierte Angebot für ein inzwischen abgeschlossenes Projekts entstand: da die LIS nicht nur Einheitsprodukte von der Stange verkauft, sondern individuell angepasste Lösungen inklusive Beratung und Projekt, verbirgt sich hier ein erstaunlicher Aufwand.

Das ausführliche Angebot für die IT-Renovierung eines Kundensystems entstand in sechs Schritten: Kundengespräche, Ist-Situation erfassen, Anforderungsanalyse, Hardware-Vergleich, Erfassung Soll-Konzept und Abstimmung des Angebots mit dem Kunden.

Kundengespräche/Kontaktaufnahme

In den ersten Gesprächen erfasste die LIS allgemeine Informationen zum derzeitigen Aufbau der Kunden-IT. Damit konnte sich die LIS AG ein genaueres Bild der Ist-Situation verschaffen und im weiteren Verlauf unterschiedliche, auf die Anforderungen passende Lösungen schildern. Da die vorhandene Infrastruktur veraltet und zudem nicht ausfallsicher war, kam das Zwei-Knoten-Cluster der LIS AG infrage. Dieses Modell wird mit zwei Hardware-Servern realisiert und bildet ein redundantes System. In diesem Cluster-Verbund synchronisieren sich die beiden Server im Millisekundenbereich. Falls ein Hardware-Server ausfällt, übernimmt sein Gegenüber automatisch dessen virtuelle Maschinen, so dass die Anwender weiterarbeiten können.

Der Kunde war von der Idee zwar überzeugt, wollte sie aus Kostengründen aber einer Variante mit einem einzelnen Hardware-Server gegenüberstellen. Am Ende entschied er sich doch für die ausfallsichere Zwei-Server-Variante.

Ist-Situation

Die vorhandene IT-Infrastruktur des Kunden bestand aus einem acht Jahre alten Server im Towerformat mit vier SAS-Festplatten und einem RAID-Controller. Mit Hilfe der Virtualisierungslösung VSphere von VMware liefen auf dieser Hardware zwei virtuelle Server. Die beiden virtuellen Maschinen bestanden aus einem Windows 2008 R2 Server und einem Small Business Server (SBS) 2011.

Ungewöhnlich an der Installation war, dass der Active-Directory-Service (AD) auf dem SBS nicht aktiviert war, stattdessen übernahm der 2008 R2 Server diese Aufgabe. Auf dem SBS 2011 liefen Exchange, ein Windows Fileserver, ein SQL-Server, eine Backupsoftware sowie eine Branchensoftware.

Anforderungsanalyse

Aufgrund der geringeren Leistungsfähigkeit musste die alte Hardware durch neuere ersetzt werden. Zudem war keine Ausfallsicherheit gegeben: Es gab den klassischen „Single Point of Failure“. Wenn der Host ausgefallen wäre, wären die beiden virtuellen Maschinen ebenfalls ausgefallen und es hätte kein Betrieb mehr stattfinden können.

Durch das wachsende Datenvolumen geriet der Server zudem an die Grenze seiner maximalen Speicherkapazität. Hinzu kommt, dass die virtuellen Maschinen auf veralteten Betriebssystemversionen liefen und dringend auf mindestens Windows Server 2016 migriert werden mussten.

Hardware-Vergleich

Als Entscheidungsgrundlage für die Hardware stellte LIS zwei Varianten gegenüber: fabrikneue Geräte einerseits und Refurbished-Hardware andererseits. Der Kosten-/Nutzenfaktor spielt im Mittelstand meist eine große Rolle: Hardware der neuesten Generation ist bezogen auf die Leistungsfähigkeit meist relativ teuer. Hier ist Refurbished-Hardware oft sehr viel kostengünstiger und dennoch leistungsstark und langlebig..

Bei der Gegenüberstellung wurde die Refurbished-Hardware sowohl für das Cluster als auch für das Single-Server-Konzept verwendet.

Soll-Konzept

Das endgültige Konzept musste alle Aspekte aus der Anforderungsanalyse abdecken. Aufgrund des Kostenaspekts wurden für das Cluster zwei Software-Varianten ermittelt, und zwar auf Basis von Windows oder CoreBiz.

Windows-Variante: Bei diesem Ansatz werden die vorhandenen virtuellen Server auf vier Windows Server 2016 migriert und funktional voneinander getrennt. Die Basis besteht aus einem CoreBiz-Cluster mit zwei Hardware-Servern.

Optimierte Variante: In diesem Konzept werden die beiden Windows-Server durch einen CoreBiz Small Business Server ersetzt, der die gleichen Funktionen wie die bisherigen Server bietet und die Funktionen in mehreren virtuellen Maschinen implementiert. Die Basis besteht auch hier aus einem CoreBiz-Cluster mit zwei Hardware-Servern. Im Gegensatz zur ersten Variante spart der Kunde hier einiges an Softwarekosten, ohne auf Funktionalität verzichten zu müssen.

Das Einzelserver-Konzept wurde auf Basis der optimierten Variante erstellt: Der Kunde spart damit sowohl Hardware- als auch Lizenzkosten. Die Basis besteht in diesem Fall aus nur einem Hardware-Server und kann keine Ausfallsicherheit bieten. Es besteht dennoch die Option, das Ein-Knoten-System jederzeit auf ein ausfallsicheres Cluster mit zwei Hardware-Servern aufzurüsten.

Abstimmung mit dem Kunden

Nachdem der Kunde das Angebot erhalten hat, folgt üblicherweise ein persönliches Gespräch, bei dem aufkommende Fragen beantwortet werden und weitere Details wie Umfang der Service- und Wartungsverträge besprochen werden. In Corona-Zeiten findet diese Besprechung meist per Telefon oder Videokonferenz statt.

An diesem Beispiel zeigt sich, dass die LIS-Mitarbeiter bereits bei den ersten Kundenkontakten sehr viel mehr beraten, als dass sie nur die eigenen Produkte verkaufen würden. Das hat auch hier den Kunden überzeugt: Er entschied sich für das optimierte CoreBiz-Cluster.