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Firmenbrief 12/2017

Liebe LeserInnen,

ein paar Konzerne können sich freuen, denn zu Weihnachten schenken ihnen die USA das Internet. So titelt die Süddeutsche Zeitung und beschreibt, wie sich die Entscheidung der US-amerikanischen Kommunikationskommission über die Abschaffung der Netzneutralität auswirken wird.

War bislang - zumindest weitgehend - die Bereitstellung von Inhalten demokratisch gleichberechtigt geregelt, ändert sich dies nun in den U.S.A. Wenn nun Konzerne Geld zahlen, damit ihre Inhalte bevorzugt in den Datenleitungen bereitgestellt werden, fallen nicht nur Klein- und Mittelständler mit ihren Angeboten zurück, auch nichtkommerzielle Anbieter werden sich das nicht leisten können. In Deutschland gilt dies zunächst zwar nicht, aber die Begehrlichkeiten sind groß, und Telekom und andere betreiben auch hier massive Lobbyarbeit, wie auch die Bundestagsabgeordnete und Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg im Interview des Heute Journals schildert.

Ein großer Aufschrei bleibt bislang aus, und so scheint bei vielen das Komfortversprechen und die Faszination der Möglichkeiten höheren Stellenwert einzunehmen als Werte wie Datenschutz, Meinungsfreiheit oder Datensicherheit. Für Gelächter und Kopfschütteln sorgte letzten Monat die Nachricht, dass Amazons „Alexa" für einen Polizeieinsatz sorgte, da es ohne Besitzer laut Party machte. Trotz aller Beteuerungen, dass die Datenüberwachung durch die Hersteller bzw. Anbieter streng begrenzt sei, gibt es doch zahlreiche Hinweise, dass dem nicht so ist. Beispielsweise könnte man ins Grübeln kommen was den beliebten Facebook-Messenger betrifft... Ein Paar hat einfach mal getestet, ob sie wirklich allein sind, wenn ihre Smartphones auf dem Tisch liegen. Was glauben Sie?

Wie (freiwillige) Gruppenarbeit erleichtert wird, lesen Sie im heutigen Linux-Firmenbrief, die vorgenannten Themen würdigen wir natürlich auch in unserem Witz zum Schluß.

Das Team der LIS AG wünscht Ihnen fröhliche, besinnliche Weihnachten, wunderbare Geschenke, die den Spaß an der Technik nicht verderben und einen guten Rutsch in ein friedliches, gesundes Jahr 2018!

Ihre

Sophie Bulian und das ganze Team der LIS AG

 

CoreBiz hinter den Kulissen: Vielschichtige Gruppenarbeit

Eine Groupware gehört längst zur Grundausstattung moderner Unternehmen: Neben den E-Mails liegen hier vor allem die Kalender mit Terminen, die Adressbücher und viele weitere Funktionen. Mit der CoreBiz Groupware bietet auch die LIS AG eine entsprechende Lösung. Sie basiert auf Kolab, ist aber in die CoreBiz-Infrastruktur integriert. Damit ist das Verwalten der Konten über die Benutzerverwaltung der CMC (CoreBiz Management Console) möglich, nahtlos integriert und bequem zu bedienen. Auch gemeinsame Kalender und weitere Ressourcen bleiben hier unter der Kontrolle des Admins.

Die CoreBiz Groupware enthält einen sehr umfangreichen Web-Client: Egal wo Sie sich gerade befinden, Ihre Mails, Kontakte und Termine sind immer erreichbar. Auch Handys und traditionelle E-Mail-Programme lassen sich anbinden; Kolab hat alle einschlägigen Standards implementiert. Leider fehlt ausgerechnet Outlook eine Standard-konforme Funktion für Kalender und Adressbücher: E-Mails lassen sich noch problemlos senden und empfangen, aber Outlook unterstützt weder CalDAV (Kalender und Aufgaben) noch CardDAV (Adressbücher).

Die CoreBiz-Entwickler haben aber auch hierfür eine passende Lösung, die die fehlende Funktion in Outlook nachrüstet und die Kompatibilität von Kolab erhöht. In vielen Fällen ist damit die kostspielige Anschaffung eines Exchange-Servers nicht mehr nötig, trotzdem lassen sich persönliche Termine, Gruppenkalender, Aufgabenlisten, gemeinsame Adressbücher und vieles mehr mit Outlook nutzen und bleiben auch offline verfügbar. Wer statt Outlook lieber auf Thunderbird setzt: auch diese Open-Source-Software lässt sich prima anbinden und sie funktioniert unter Windows und Linux. Damit steht der plattformübergreifenden Gruppenarbeit nichts mehr im Weg.

Red Hat JBoss EAP 7.1 ist ab sofort verfügbar

Red Hat gibt die Verfügbarkeit von Red Hat JBoss Enterprise Application Platform (JBoss EAP) 7.1 bekannt. Die Erweiterungen der neuen Version machen die Anwendungsplattform noch sicherer, effizienter, performanter und einfacher nutzbar.

Durch die Fähigkeit, Verbindungen zwischen Host-Controllern und dem Domänen-Controller mit Hilfe einer gecachten Konfiguration automatisch wiederherzustellen, erhöht JBoss EAP 7.1 beispielsweise die Fehlertoleranz weiter. Darüber hinaus lassen sich nun Listeners für Benachrichtigungen zu neuen Server-Lifecycle-Ereignissen registrieren, einschließlich der individuellen Registrierung von JMX-Listenern. Administratoren können dadurch den Zustand der Anwendungsserver-Umgebung noch besser überwachen.

Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit wurde JBoss EAP mit einem neuen alternativen Security-Subsystem ausgestattet, das auf dem Open-Source-Community-Projekt WildFly Elytron basiert. Das Subsystem ermöglicht den Nutzern, das Sicherheits-Konfigurations-Management über den Anwendungsserver hinweg zu vereinheitlichen und bringt ein Set von APIs und SPIs für die individuelle Implementierung von Funktionen und Integrationen mit. JBoss EAP lässt sich für ein Container-gemanagtes Single Sign-on für Anwendungen mit Elytron konfigurieren. Zusätzlich kann es jetzt auch automatisch ein selbst signiertes Zertifikat für Anwendungen generieren. Das Elytron-Subsystem bietet einen Single Point of Configuration, mit dem sich sowohl Anwendungen als auch die Management-Interfaces absichern lassen. Dadurch können Administratoren die Sicherheitseinstellungen einfacher konfigurieren, verwalten und pflegen.

Zu den weiteren Neuerungen von JBoss EAP 7.1 zählen die Unterstützung von HTTP/2 für die Entwicklung moderner Webanwendungen; ein Load-Balancing-Profil, ein via JCA verteilter Workmanager und ein Performance Tuning Guide für erhöhte Verfügbarkeit und Leistung; die Möglichkeit, JDBC für persistente Messages und die Anbindung von Daten an eine Datenbank zu nutzen; Zugriff auf AMQ-Broker mit Hilfe des integrierten ActiveMQ-Artemis-Ressourcenadapters; und ein erweitertes sowie aktualisiertes Set an Schnellstarts.

Die detaillierten Neuerungen sind in den JBoss EAP 7.1 Release Notes aufgeführt.

Tipps vom LIS-Service: Grundlagen von systemctl


Seit Ubuntu 15.04 ist systemd (System Deamon) integriert und ein ebenso essentieller Bestandteil des Systems wie zuvor SysVinit. Eine separate Installation des Tools ist somit nicht notwendig. Mit Hilfe des Kommando-Tools „systemctl" werden an systemd Befehle erteilt, womit Sie das System kontrollieren können. Beispielsweise steuern Sie hiermit die Units (Dienste) gesteuert und fragen deren Status ab.

Geben Sie in der Kommandozeile folgendes ein:

systemctl [OPTIONEN...] BEFEHL [NAME DES UNITS...], z. B. systemctl start postfix.service

Optionen

  • -a Listet alle aktive als auch inaktive Units auf und deren Eigenschaften
  • -t  Listet nur die Units eines bestimmten Typs TYP auf, wie z. B. service, timer oder  mount auf
  • -H Führt über SSH das Kommando auf einem entfernten Rechner aus. Dazu muss ein Benutzer@Rechnername(oder IP-Adresse) angehängt werden und systemd  auch auf dem entferntem Rechner laufen
  • -h Ruft das Hilfe-Menü auf


Befehle

  • start      Startet einen oder mehrere Units
  • restart    Führt einen Neustart von Units durch
  • stop       Stopt (deaktiviert) einen oder mehrere Units
  • status     Gibt den Status von allen oder bestimmten Units aus
Der Witz zum Schluss

Es gibt Befehle, die Alexa nicht befolgt, hat Perscheid herausgefunden. Wie die Heute Show die Einstellung der Bürger zum Überwachungsstaat belohnt sehen Sie hier.

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