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Firmenbrief 05/2018

Liebe LeserInnen,

ist Ihr Webauftritt schon auf die  Datenschutzgrundverordnung der EU  abgestimmt? Seit 25. Mai 2018 ist das Pflicht und auch wir, die LIS AG mussten uns intensiv damit auseinandersetzen. Was dies für den Verbraucher bringt, ist Ansichtssache, gut ist sicher das erweiterte Auskunftsrecht und der Anspruch auf das Löschen der Daten. Allein das Online-Stellen langer Datenschutzregelungen mit vielen Seiten Text, die der Verbraucher anklicken und dann auch noch lesen soll/darf, wird hingegen nicht der Schlüssel zum Anwenderglück sein, aber der eine oder andere Profi-Abmahner wird sich über Versäumnisse vermutlich freuen. Falls Sie noch Tipps und Hinweise hierzu brauchen, beispielsweise auf Heise werden Sie fündig.

Gute Nachrichten hinsichtlich Datenschutz gibt es derzeit ohnehin wenige - nun ist selbst die bislang sicher geglaubte Verschlüsselung von E-Mails mittels PGP oder S/Mime ausgehebelt. Die Verbraucher, die sich auch noch freiwillig Datensammelgeräte wie Amazons Alexa oder Googles Assistent ins Haus holen, dürfte dies ohnehin nicht kümmern. Nur zur Erinnerung gräbt die Süddeutsche Zeitung im Moment ältere Artikel aus und ruft so ins Gedächtnis, dass zahlreiche EDV-Promis beispielsweise die Kameras aus gutem Grund an ihren Geräten zugeklebt haben.

Dankbar sind wir hingegen für die ungewollte Komik, die Alexa und Co. verursachen, denn das liefert mal wieder Stoff für den Witz zum Schluss. Wie Sie IT sinnvoll und sicher nutzen, das lesen Sie im heutigen Firmenbrief, wenn es im CoreBiz-Beitrag um Groupware geht oder Red Hat die neue Version seiner Virtualisierungsplattform präsentiert.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian

CoreBiz: Starke Gruppen

Wenn sich Gruppen organisieren, ist Groupware gefragt: Um zum Beispiel eine Besprechung zu planen, hilft ein Kalender mit Einladungen und einer Übersicht, wer wann verfügbar ist. Diese unscheinbare Free-Busy-Funktion ist äußerst praktisch und natürlich Teil der CoreBiz-Groupware. Man kann dabei auch sehr genau festlegen, wo diese Information verfügbar ist - schließlich sollen Fremde ja nicht wissen, welcher Mitarbeiter wann blockiert ist. Neben echten Personen lassen sich auch Ressourcen - beispielsweise Besprechungsräume oder technische Ausrüstung wie ein Beamer - mit der Groupware organisieren. Auch hier ist dann die Frei/Gebucht-Liste äußerst hilfreich.

Hinter den Kulissen sind diese Abläufe erstaunlich komplex, vor allem wenn neben dem Default-Zugang über den Web-Client auch Programme wie Thunderbird und Outlook zum Einsatz kommen. In diesem Bereich investieren die CoreBiz-Entwickler derzeit viel Energie, um die plattformübergreifende Teamarbeit zu optimieren und die Kompatibilität zu verbessern.

Red Hat Virtualization 4.2 mit mehr Leistung

Red Hat liefert ab sofort Red Hat Virtualization 4.2, die neue Version seiner KVM (Kernel-based Virtual Machine) Virtualisierungsplattform aus. Red Hat Virtualization 4.2 basiert auf dem Enterprise-Grade Backbone von Red Hat Enterprise Linux und bietet wichtige Produkt-Updates, angefangen von einer vereinfachten Benutzeroberfläche bis hin zu neuen Funktionen rund um virtuelle Netzwerke. Zusammen mit der neuen Version wird Red Hat Virtualization Suite eingeführt, die aus Red Hat Virtualization sowie der Hybrid-Infrastruktur-Management-Plattform Red Hat CloudForms besteht.

Anstatt offener Innovation auf Basis einer proprietären Infrastruktur bietet Red Hat Virtualization eine alternative, offene, softwaredefinierte Infrastruktur und eine zentralisierte Managementplattform für virtualisierte Linux- und Windows-Workloads.  Neue und erweiterte Funktionen sind zum Beispiel in folgenden Bereichen:

User Interface (UI): Red Hat Virtualization 4.2 bietet eine benutzerfreundlichere und intuitivere Bedienoberfläche. Mit dem Open-Source-Projekt PatternFly bietet Red Hat Virtualization UI nun ein einheitliches Erscheinungsbild für andere Produkte von Red Hat, einschließlich Red Hat CloudForms. Hiermit können Benutzer bequemer zwischen den Management-Tools wechseln ohne grundlegende Funktionen neu erlernen zu müssen.

Disaster Recovery (DR): Neue Disaster-Recovery-Funktionen in Red Hat Virtualization 4.2 bieten eine native Site-to-Site-Failover-Funktionalität. Anstatt auf die Integration mit einem bestimmten Storage-Anbieter angewiesen zu sein, kann Red Hat Virtualization Storage sowohl an primären als auch an Failover-Standorten mit einer zuverlässigeren und konsistenteren Datenreplikation verwenden. Hinzu kommen Red Hat Ansible Playbooks und Rollen, die ein automatisiertes Failover und Failback von DR-Prozessen ermöglichen.

Software-defined Networking (SDN): Open Virtual Network (OVN) wurde in Red Hat Virtualization 4.2 integriert, um eine native SDN-Lösung über Open vSwitch bereitzustellen. Ziel dabei ist es, eine automatisierte Verwaltung der Netzwerkinfrastruktur und eine Neutron-kompatible API für externe Netzwerkanbieter sowie einen Netzwerk-Self-Service für Benutzer zur Verfügung zu stellen, der Netzwerkadministratoren von Benutzeranfragen nach zusätzlichen Infrastrukturressourcen befreit.

Metriken und Logging: Die neuen Metrik- und Logging-Funktionen von Red Hat Virtualization 4.2 bieten erweiterte Echtzeit-Berichts- und Visualisierungsfunktionen rund um Elasticsearch, Fluentd und Kibana (EFK), die zur Steigerung der betrieblichen Effizienz beitragen.

Hochperformante VM: Red Hat Virtualization 4.2 enthält eine neue leistungsstarke VM-Option, die den Prozess der Konfiguration einer hochperformanten VM beschleunigen soll, wie sie für extreme Workloads wie Big Data Analytics und KI benötigt wird. Dadurch können VMs, die auf Red Hat Virtualization 4.2 laufen, mit nahezu Bare-Metal-Geschwindigkeit ausgeführt werden; zudem bieten sie zusätzliche Leistung und Effizienz für anspruchsvolle Anwendungen.

Portfolioübergreifende Integration und Red Hat Virtualization Suite

Offene Integration ist ein zentraler Grundsatz von Red Hat Virtualization. Die neue Version bietet eine tiefere Integration in das gesamte Portfolio von Red Hat, einschließlich Red Hat Ansible Automation, Red Hat Gluster Storage, Red Hat CloudForms, Red Hat OpenStack Platform und Red Hat Satellite. Zusätzlich führt Red Hat Virtualization 4.2 die Red Hat Virtualization Suite ein. Die Suite besteht aus Red Hat Virtualization sowie Red Hat CloudForms und verwaltet heterogene Umgebungen über mehrere Clouds, Hypervisors, Container und traditionelle Infrastrukturen hinweg.

Verfügbarkeit

Red Hat Virtualization 4.2 ist als einzelnes Produkt, als integriertes Angebot mit Red Hat Enterprise Linux und als Teil der Red Hat Cloud Suite oder der Red Hat Virtualization Suite erhältlich. Aktuelle Subskribenten können Red Hat Virtualization 4.2 über das Red Hat Customer Portal aktualisieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

Tipp vom LIS-Service: Dateien herunterladen mit wget

Mit dem Kommandozeilenbefehl wget können Dateien von entfernten Servern heruntergeladen werden, auch wenn keine grafische Oberfläche bereit steht, zum Beispiel auf Servern. Hierbei bietet das Programm viele im Alltag nützliche Optionen. So können zum Beispiel Downloads pausiert und zu einem späterem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Unterstützt werden die Protokolle HTTP, HTTPS und FTP. Wget ist in der Standardinstallation enthalten. Falls nicht können Sie dieses mit folgendem Befehl installieren:

        sudo apt-get install wget

Der Aufruf des Programms lautet wie folgt:

        wget OPTIONEN DOWNLOADLINK/URLs

Beispiel:

        wget -t 3 -c http://www.bewerbungsmappen.de/media/Bewerbung1.doc

Die Datei wird dann heruntergeladen.

  • Mit der Option "-t X", können Sie die Anzahl X der Versuche definieren, die wget ausführen soll.
  • Mit der Option "-c" können Sie unterbrochene/angehaltene Downloads wieder fortsetzen.

Witz zum Schluss

Der nach wie vor beliebte Hausspion Alexa sorgt immer wieder für Erheiterung. Wenn dieses „intelligente System“ eingesetzt würde, wie der legendäre Hal 9000 in Odyssee 2001, dann...

Sehen Sie selbst: „If Alexa was Hal 9000“

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