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Firmenbrief 03/2018

Liebe LeserInnen,

neulich im Restaurant grinst ein Bekannter: „Wollt ihr mal sehen, wie ich meine Frau zuhause erschrecke - ich lass mal alle Jalousien runter. Das kann ich jetzt nämlich, wir haben auf Smart Home umgestellt."

Mal davon abgesehen, dass ein solcher „Spaß" Geschmackssache ist, haben die euphorischen Technik-Freaks nicht nur bei der Installation eines smarten Heims zu bedenken, wie sie es gegen Einbrecher sichern, sondern auch, wie lange es Updates vom Hersteller für ihren Kühlschrank, die Aussenbeleuchtung u. ä. gibt. Die Einbrecher stellen sich längst um und nutzen Drohnen, greifen Funkfrequenzen ab oder hacken die Daten direkt beim Hersteller. Wer sich auf dem Markt der neuen Technologie umschaut, kann sich auch Empfehlungen von neutraler Seite holen: Beispielsweise die Prüfer von Stiftung Warentest reagieren mit neuen Prüfmethoden, können aber über die Langlebigkeit der Geräte kaum noch Aussagen treffen. Dass mit Ende der Updates der sicherheitsbewusste Nutzer eine Neuanschaffung fällig wird, mag zwar im Interesse der Wirtschaft sein, es ist aber kaum im Sinne der Verbraucher oder der Umwelt.

Dieses Problem scheint jedoch nur am Rande interessant, so lange weiterhin fleißig Urlaubsfotos und -videos über die sozialen Netze geteilt werden und somit vom Anwender selbst gleich die wichtigsten Hinweise an interessierte Gruppen  verteilt werden. Wenn Sie übrigens nach dem aktuellen Facebook-Skandal nach einer Alternative suchen bei der Sie Ihre Daten selbst in der Hand haben: Schon mal was vom Open-Source-Projekt Diaspora gehört? Damit können Sie auch Kontakt zu den Freunden halten, die bei Facebook bleiben.
Persönliche (Wahl-)Freiheit ist bei Open Source Software schon immer ein zentraler Gedanke. Welche Rolle dies bei den LIS-Technikern spielt, lesen Sie im heutigen Beitrag zu CoreBiz, Red Hat trägt mit der aktuellen Version von RHEL zum Firmenbrief bei und im Witz zum Schluss müssen wir natürlich nochmal zu Facebook zurückkehren.

Ihre

Sophie Bulian


CoreBiz: Die Freiheit, die wir lieben

Dass sich die CoreBiz-Entwickler nicht nur um Software kümmern, die sie selbst programmiert haben, zeigte schon die vorherige Ausgabe dieses Firmenbriefs. Damals standen die Fehlersuche und -behebung im Fokus, aber das Engagement reicht weiter: Wir erweitern auch Tools und Dienste, um Features zu ergänzen die wir für wichtig und praktisch halten.
So zum Beispiel beim Konsolen-Werkzeug »rsync«: Hier hat die Standardfassung schon einen enormen Funktionsumfang, so wie sie in Ubuntu enthalten ist. Die Entwickler dieser Software, das Team rund um Samba, stellen aber auch Erweiterungen in Form von Patches bereit. Die kann man nicht einfach als Paket nachinstallieren – sie ändern den Quellcode, den man dann neu übersetzen muss. In CoreBiz nutzen wir eine dieser Erweiterungen, womit sich das installierte Paket von einer Default-Ubuntu-Installation unterscheidet. Das allein wäre ohne Open-Source-Software undenkbar.
In einigen Paketen implementieren wir aber auch selbst Erweiterungen. Soweit diese nicht nur im Kontext von CoreBiz sinnvoll sind, reichen wir sie auch wieder an die Community weiter. Es hängt dann von den jeweiligen Maintainern ab, wann oder ob überhaupt diese Erweiterungen in ein Standard-Ubuntu einfließen. In CoreBiz können und dürfen wir diese Features aber sofort nutzen. Auch das wäre ohne Open Source und den Geist der GPL undenkbar: Freie Software hat nicht nur für Anwender klare Vorteile, gerade auch wir Entwickler profitieren davon und lieben diese Freiheiten.

Red Hat stärkt Hybrid-Cloud-Fundament mit neuer Version von Red Hat Enterprise Linux

Red Hat gibt die Verfügbarkeit von Red Hat Enterprise Linux 7.5 bekannt, der neuesten Version der weltweit führenden Enterprise-Linux-Plattform. Als konsistente Basis für Hybrid-Cloud-Umgebungen bietet Red Hat Enterprise Linux 7.5 verbesserte Sicherheits- und Compliance-Kontrollen, Tools für die Reduzierung von Storage-Kosten und eine optimierte Usability. Bestandteil ist zudem eine weitreichendere Integration mit Microsoft-Windows-Infrastrukturen –sowohl On-premise als auch in Microsoft Azure.

Die Enterprise-IT besteht zum einen zunehmend aus unterschiedlichen Umgebungen von Bare-Metal bis zu Private und Public Clouds, und Unternehmen suchen zum anderen häufig nach Möglichkeiten, die vorhandene Infrastruktur und Applikationslandschaft mit neu aufkommenden digitalen Technologien zu verbinden. Red Hat Enterprise Linux 7.5 unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen, indem die Infrastrukturkomplexität und Kosten reduziert werden und das Management der hybriden IT-Umgebungen vereinfacht wird.

Verbesserte Hybrid-Cloud-Sicherheit und Compliance

Hybride IT-Umgebungen bieten Unternehmen signifikante neue Vorteile, stellen allerdings auch Herausforderungen in Sachen Sicherheit dar, da IT-Teams unterschiedliche Architekturen verwalten und sichern müssen. Um die unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen des Hybrid Computing besser zu erfüllen, bietet Red Hat Enterprise Linux 7.5 optimierte Software-Sicherheitskontrollen. Damit können Risiken minimiert werden, ohne dass dabei der IT-Betrieb beeinträchtigt wird.

Eine zentrale Komponente dieser Kontrollen ist die Security-Automation durch die Integration von OpenSCAP mit Red Hat Ansible Automation. Diese Automation ermöglicht die Erzeugung von Ansible Playbooks direkt aus OpenSCAP-Scans, die für die schnellere und konsistente Behebung von Problemen über hybride IT-Umgebungen hinweg genutzt werden können. Zudem können vertrauliche Daten in heterogenen Umgebungen besser gesichert werden; Basis hierfür sind Optimierungen der Network-Bound Disk Encryption, die die automatische Entschlüsselung von Daten-Volumes unterstützt.

Optimierte Storage-Performance und Effizienz

Wenn Unternehmen ihre vorhandene IT-Infrastruktur erweitern wollen, um Hybrid-Cloud-Umgebungen zu unterstützen und die Gesamtkosten zu reduzieren, ist die Storage-Optimierung häufig ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie. Red Hat Enterprise Linux 7.5 unterstützt hier mit der Einführung des Virtual Data Optimizer (VDO), der nach internen Untersuchungen von Red Hat die Storage-Kosten in der Cloud und on-premise um bis zu 83 Prozent reduziert. VDO verringert die Datenredundanz und verbessert die effektive Storage-Kapazität durch Deduplizierung und die Kompression von Daten, bevor diese gespeichert werden.

Vereinfachtes Management

Red Hat Enterprise Linux 7.5 reduziert den Einarbeitungsaufwand für neue Linux-Systemadministratoren und -Entwickler, indem komplexe Aufgaben wie das Systemmanagement durch Verbesserungen bei der Cockpit-Administrator-Konsole vereinfacht werden. Verfügbar über ein Web Interface, zielen die Verbesserungen darauf ab, die mit der Verwaltung Linux-basierter Systeme verbundene Komplexität zu eliminieren, einschließlich von Netzwerk- und Storage-Setups.

Darüber hinaus bietet Red Hat Enterprise Linux 7.5 neue Funktionen und eine optimierte Integration mit Windows-basierten Infrastrukturen. Dazu zählen Verbesserungen beim Management und Informationsaustausch in Windows-Server-Implementierungen, sicherere Datentransfers mit Microsoft Azure und Performance-Optimierungen im Umfeld komplexer Microsoft-Active-Directory-Architekturen. Insgesamt können Unternehmen skalierbare, flexible Implementierungen auf Basis von Red Hat Enterprise Linux 7.5 nahtlos in Kombination mit vorhandenen Windows-basierten IT-Umgebungen nutzen.

Red Hat Enterprise Linux 7.5 ist ab sofort im Red Hat Customer Portal für alle Kunden mit einer aktiven Subskription von Red Hat Enterprise Linux verfügbar.
Weitere Informationen zu den Neuerungen in Red Hat Enterprise Linux 7.5 lesen Sie hier.


Tipps vom LIS-Service. Heute: Ganz einfach Startmedien erstellen mit Ubuntu

Mit dem Startmedienersteller von Ubuntu können Sie ganz einfach und bequem bootfähige USB-Sticks erstellen, also einen Datenträger, mit dem Sie ein Betriebssystem auf einem Rechner bzw. Server installieren oder ein Live-Betriebssystem auf dem jeweiligen Datenträger erstellen können (je nach Größe des Datenträgers). Sie brauchen dafür nur einen Datenträger (USB-Stick) und ein Datenträgerabbild des zu installierenden Betriebssystems.

Das Besondere an dem Startmedienersteller ist, dass die Datenträger direkt formatiert werden, eine zusätzliche Formatierung ist nicht nötig. Standardmäßig ist das Tool namens usb-creator in den aktuellen Ubuntu-Versionen (ab 14.04) bereits vorinstalliert. Falls dies nicht der Fall ist, können Sie diesen mit folgendem Kommandozeilenbefehl installieren:

:~$ sudo apt-get install usb-creator-gtk

Für Kubuntu:

:~$ sudo apt-get install usb-creator-kde

Den Startmedienersteller können Sie über das Dashboard aufrufen indem Sie "Startmedienersteller" in der Suchleiste eingeben (bei Kubuntu "Startup Disk Creator). Beim Starten erscheint dann ein Fenster mit zwei Feldern. Im oberen Feld werden die Datenträgerabbilder ( z. B. iso/img-Dateien) der Betriebssysteme angezeigt, im unteren sehen Sie alle externen Datenträger.

Nun wählen Sie aus, welches Datenträgerabbild auf welchen Datenträger geschrieben werden soll. Anschließend klicken Sie auf "Startmedium erstellen". Der Datenträger wird dann direkt formatiert und das Abbild wird dann darauf überschrieben. Dies kann dann einige Zeit in Anspruch nehmen.


Witz zum Schluß

Der Auftritt des Facebook-Chefs vor dem US-amerikanischen Kongress hat nicht nur wegen der Inhalte für reichlich Gespött im Internet gesorgt. Einige Highlights:

Matthew Teague: „Mark Zuckerbergs Art hat mich immer an jemanden erinnert, aber ich konnte das nie so recht fassen. Jetzt hab ich‘s, als ich sah, wie er zum Thema Daten auftritt.“

Meme Bot: „Wie Mark Zuckerberg eine Sitzerhöhung im Kongress nutzt, ist der einzige Meme, den ihr heut braucht.“

Ira Madison III: „Der Kongress muss Zuckerberg nur lang genug beschäftigen, damit Sandra Bullock Facebook abschießen kann.“

Remington Crowder: „MySpace: Ich hab‘s Euch immer schon gesagt.“

Firmenbrief 03/2018