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16.02.2006

Linux entlastet Kommunen



Kommunen und Verwaltungen stehen im ständigen Zwiespalt. Einerseits besteht der Wunsch nach mehr serviceorientierten Angeboten für Bürger und Mitarbeiter, andererseits gibt es Kostenbeschränkungen angesichts unausgeglichener Haushalte. Rationalisierungen und Optimierungen, wie in der Industrie, sind auf den ersten Blick oft nicht möglich. Doch gerade im IT-Bereich der Verwaltungen liegt meist noch ein ungehobener Schatz.

Seit etwa fünfzehn Jahren revolutioniert die OpenSource-Bewegung das IT-Umfeld. Linux mit seinem umfangreichen Portfolio an Dienstleistungen und Anwendungen ist längst den Kinderschuhen entwachsen. Mit den unterschiedlichsten Softwareprodukten bieten sie für alle Bereiche der Verwaltung attraktive Alternativen zu den etablierten Angeboten. Eine Initiative in diesem Bereich ist das Projekt "Linux-Kommunale". Diese Kooperation unter Federführung von Novell und Hewlett-Packard bietet erstmals ein durchgängiges Linux-basierendes Lösungsportfolio für Kommunalverwaltungen. Das Besondere an diesem Projekt: neben der IT-Industrie bringen auch Behörden und freie Softwareunternehmen ihr Know-how für eine optimale Lösung ein.

Die Linux Information Systems AG (LIS AG) engagiert sich innerhalb der "Linux-Kommunale" als Spezialist für Migration und Systemintegration. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in der Umstellung auf Linux, der Entwicklung eigener Produkte und einem professionellen Projektmanagement, gehört die LIS AG zu den erfahrensten Linux-Unternehmen in Deutschland. Der Dienstleister aus München, mit Zweitniederlassung in Berlin, hat bisher mehr als 200 Umstellungsprojekte erfolgreich abgewickelt. Rudolf Strobl, Vorstand der LIS AG, betont, dass der Vorteil beim Wechsel auf Linux für Kommunen und Behörden nicht nur bei den Kosten liegt. Auch Themen wie Sicherheit und die Unabhängigkeit von Monopolisten spielen bei Behörden eine zunehmend wichtigere Rolle.

"Weder für den Bundestag noch für Polizeibehörden, war die Entscheidung für Linux von reinen Kostenfaktoren geprägt. Dies zeigt, dass die Software- und Dienstleistungsangebote von OpenSource-Anbietern zwischenzeitlich wettbewerbsfähig sind. "Bei genauer Betrachtung bieten OpenSource-Lösungen meist sogar ein 'Mehr' an Leistung." meint Herr Strobl. "Unsere Angebote werden kritischer geprüft. Von der Analyse über den Projektverlauf bis hin zu den Kosten muss die OpenSource-Gemeinde eher mehr bieten als die lizenzkostenpflichtigen Anbieter."

Nicht nur Bundes- oder Landesbehörden setzen auf die Erfahrung der LIS AG, sondern auch kleinere Gemeinden und Städte wie das bayerische Geretsried. Gerade im Bereich der Kommunen gibt es mittlerweile für viele Anwendungen erprobte und bewährte OpenSource-Alternativen. Für ihre Kunden bietet die LIS AG unter den Namen CoreBiz eine modulare Produktpalette für die gesamte IT-Infrastruktur, die auf OpenSource-Projekten basiert. So kann die IT-Umgebung schrittweise auf OpenSource umgestellt werden, obwohl Teile davon - und auch die kommunalen Anwendungen - noch auf Lizenzsoftware laufen.

"Unsere Kunden sind immer wieder erstaunt, wie OpenSource-Produkte ohne Probleme in bestehende Systeme eingepasst werden und so schon bei Teillösungen spürbare finanzielle und arbeitsorganisatorische Entlastungen erzielt werden", erklärt Rudolf Strobl. Die modularen Bausteine von CoreBiz bilden die Infrastruktur für Office und Backoffice (Serverbereich) von Kommunen und Unternehmen.

Die Stadt Geretsried stellte vor drei Jahren von einer Netware-Umgebung auf einen zentralen, ausfallgesicherten Linux Server um. Seit 2004 erfolgt auch die tägliche Datensicherung automatisiert auf einen CoreBiz Backup Server. Die Umstellung wurde im Rahmen einer notwendigen Nachrüstung vorgenommen. Heute plant die Stadt ihre Umstellung ihrer Arbeitsplatzrechner auf Linux. Entscheidend für die Linux-Orientierung war am Schluss die Kostenersparnis durch das Wegfallen der Lizenzkosten. Die Datensicherung erfolgt nun auf Festplatte und Band und erleichtert so die tägliche Arbeit. "Die Zusammenarbeit mit der LIS AG war für uns eine gute Entscheidung. Erstaunt sind wir immer wieder über die kurzen Reaktionszeiten, wenn wir tatsächlich einmal Hilfe benötigen." erklärt Roland Bürk, IT-Verantwortlicher der Stadt Geretsried. Auf diesen Service vertrauen im übrigen auch einige in der Hauptstadt ansässige Bundesbehörden, die von der Berliner Niederlassung aus betreut werden.

Aus dem Business- und Verwaltungsbereich ist der Einsatz von OpenSource-Software nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren war die Entwicklung sehr dynamisch und die Lösungen laufen extrem stabil. Immer mehr Anwender und Unterstützer entscheiden sich für dieses freie und sichere Betriebssystem. Alleine durch die Einsparungen der Lizenzgebühren finanzieren sich die Umstellungen je nach Situation sofort, spätestens aber innerhalb von drei Jahren. Dies ist gerade im Hinblick auf die zukünftigen Kostenentwicklungen im Bereich der Lizenzsoftware von Bedeutung. In den letzten fünfzehn Jahren sind die EDV-Kosten gestiegen, obwohl die Anschaffung und Wartung der Hardware bis zu 50 % gesunken ist. Für kostenorientierte Behörden gibt es hier somit Möglichkeiten zur Entlastung ihres Haushalts.

Die Vorteile einer Linux Lösung für Behörden umfassen aber nicht nur den Preis, sondern insbesondere die Themen Sicherheit, Systemstabilität und Zuverlässigkeit. �oeberzeugen und informieren können sich Verantwortliche auch dieses Jahr wieder auf der CeBIT in Hannover. Zum Thema "Linux in der öffentlichen Verwaltung" finden am 14.03.2006 im LinuxPark-Forum zahlreiche Vorträge statt. Im LinuxPark stellen sich Open-Source-Unternehmen während der gesamten Messe allen, die Alternativen zu ihren bisherigen Lösungen suchen. Das Team der LIS AG beantwortet Fragen und Anforderungen auf der CeBIT 06 am Stand F67/4 Halle 5 im LinuxPark.

Autor: Stefan Kaus