Firmenbrief

29.03.2006

Studie des OSDL: TCO bei Linux sind niedriger als bei Windows


Studie des OSDL: TCO bei Linux sind niedriger als bei Windows

Grundsätzlich gilt bei Studien, dass nicht nur die Zahlen und Fakten interessant sind, die präsentiert werden, sondern ebenso der Auftraggeber. Daher können die Argumente der Microsoft-Kampagne „Get The Facts on Windows and Linux" mit Skepsis betrachtet werden. Unter anderem wird hier behauptet, dass die Total Costs of Ownership (TCO) bei Linux um fünf bis 20 Prozent höher seien als die Gesamtkosten unter Windows.
Dies wollten Linux-Unternehmen nicht so stehen lassen, und daher gaben die Firma Levanta und die Open Source Development Labs (OSDL) eine Studie bei den Enterprise Management Associates (EMA) in Auftrag. Nun gibt es also eine Gegenstudie der EMA, die die Microsoft-Studie als überholt und parteilich ansieht. Unter dem Titel „Get the Truth on Linux Management" gibt es andere Ergebnisse:

Bei den 200 untersuchten Firmen arbeitet das System unter Linux schnell, reibungslos und effektiv. Die Studie belegt eine höhere Effizienz der Linux-Server, unter anderem beim Support: Durchschnittlich kümmern sich die Linux-Administratoren um mehr Rechner als die Administratoren unter Windows, wobei die Server unter Linux in der Regel auch noch mehr Daten verwalten. Für die Fehlerbehebung benötigen die Linux-Techniker in fast drei Viertel aller Fälle nur eine halbe Stunde, um den Fehler auszumachen und zu beseitigen - das ist acht Mal schneller als der Durchschnitt in der IT-Industrie. Das Aufsetzen der Linux-Server benötigt nur eine Stunde und die wöchentliche Verwaltung ganze fünf Minuten. Abhängig von der eingesetzten Hardware, der Datenbank und weiteren Komponenten können die Einstiegskosten für Linux-Server bis zu 60.000 Dollar unter den Beschaffungskosten von Windows-Servern liegen.

Die zumeist amerikanischen Firmen in der Befragung kamen weitgehend aus dem mittleren Segment und hatten in der Regel weniger als 20 Linux-Server in Betrieb. Es waren jedoch auch einige Großfirmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Dollar vertreten, die über 1.000 Server nutzen.

Für Sie stehen nun Zahlen gegen Zahlen und eine Studie gegen die andere. Was letztlich zählt, ist natürlich Ihre persönliche Erfahrung und Ihre individuelle IT-Infrastruktur. Zudem gibt es neben TCO natürlich zahlreiche weitere Argumente, die für Linux und Open Source sprechen: Sicherheit, Zuverlässigkeit, offene Quellstrukturen, Unabhängigkeit, um nur einige zu nennen. Und so zählt natürlich die Summe der Teile.

Die Studie steht als PDF zum Download zur Verfügung unter: http://www.levanta.com/linuxstudy/EMA_Levanta-Linux_RR.pdf