Firmenbrief

16.08.2017

Tipps vom LIS-Service: Festplatte überwachen mit Smartctl


Festplatten sind ebenso wichtige wie auch vergängliche Bestandteile eines Computers. Je früher Ausfälle erkannt und beseitigt werden können, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit einen Datenverlust oder Systemausfall zu erleiden. Ein Helfer hierbei ist Smartctl.

Smart steht für Self-Monitoring, Analysis und Reporting Technology und soll helfen, die Zuverlässigkeit von Festplatten zu überwachen und gibt darüber hinaus die Möglichkeit, Laufwerke automatisiert zu testen und Daten darüber zu sammeln.

Das Metapaket smartmontools stellt den Deamon smartd sowie die Userschnittstelle smartctl bereit. Sie können dies über das Repository der Distribution installieren.

Smartd steuert im Hintergrund die automatisierten Analysetechniken, mit smartctl können Sie die Ergebnisse abfragen. Details zur Festplatte können mit smartctl -i /dev/sdx ausgegeben werden, darunter auch die Information, ob smartctl unterstützt und aktiviert ist. Ist dies nicht der Fall, können Sie es über die Option -s ändern.

smartctl -H fragt den „Gesundheitsstand", den Health-Status der Festplatte ab. Erhalten Sie hierbei das Ergebnis PASSED, bedeutet dies, dass keine Fehler gefunden wurden. Beim Ergebnis FAILED ist ein kommender Defekt und somit Datenverlust wahrscheinlich. Zusätzlich werden die Gründe angegeben, weshalb der Test fehlschlug. Dies könnten beispielsweise die Anzahl fehlerhafter Sektoren auf der Platte sein. Dabei entscheidet smartctl, wann die Werte kritisch sind, indem es die gesammelten Daten mit Herstellervorgaben vergleicht, die in Form einer Datenbank vorliegen. Sie können diese programmeigene Datenbank aktualisieren mittels dem Befehl update-smart-drivedb.