Firmenbrief

19.07.2017

CoreBiz hinter den Kulissen: Jäger und Sammler


CoreBiz versteht sich als Integrationsplattform, die wichtige Open-Source-Softwarepakete mit Eigenentwicklungen der LIS AG zu einem runden und praktischen Gesamtsystem kombiniert. Die Basis dafür stellt Ubuntu dar, in dessen Repositories sich ein vielfältiges und breites Angebot an Programmen findet, und das selbst auf Debian basiert. Doch nicht in jedem Fall passt die Software in der vorhandenen Form zu unseren Ansprüchen, und manche wichtige Lösung fehlt komplett. Also müssen wir Pakete anpassen, neu einbinden oder selbst entwickeln - und am Ende steht wieder ein Repository, aus dem sich die installierten Systeme jederzeit Updates holen und weitere Programme installieren können.

Die CoreBiz-Entwickler nutzen für die Integration weiterer Repositories neben dem bewährten, aber in die Tage gekommenen „debmirror" und dem ähnlich angestaubten „apt-archive" ein weiteres Tool, welches als das Schweizer Messer des Debian-Repository-Mangement gilt: „aptly". Das Programm ist besonders dann hilfreich, wenn es darum geht ein externes Repository zu integrieren, das nicht ganz der Norm eines Debian-Mirrors entspricht und beispielsweise nicht in die beiden Grundverzeichnisse „dists" und „pool" aufgeteilt ist. Während Debmirror mit solchen Pools gar nicht arbeiten kann, hat Aptly damit keine Probleme und stellt sie selbst wiederum als ordentliches Debian-Repository zur Verfügung.

Bisher mussten die Entwickler Updates von Paketen, die in solchen Repos liegen, manuell in den eigenen Pool aufnehmen. Hinter den Kulissen jagen die Entwickler also nicht nur nach den besten Lösungen für ihre Anwender - sie optimieren auch ihre eigene Tool-Suite. Schließlich ist das Einsammeln von Updates keine sinnvolle Beschäftigung, wenn ein Tool das auch übernehmen kann.