Firmenbrief

17.05.2017

CoreBiz hinter den Kulissen: Die Macht der Gewohnheit


Unter IT-Profis gilt augenzwinkernd, dass sich faule Entwickler und Admins besonders gut für ihren Job eignen: Sie haben keine Lust, immer wieder die selben Kommandos einzugeben, also automatisieren sie wo immer sie sich Zeitvorteile versprechen. Und sie wollen nicht bei jeder neuen Aufgabe alles neu erfinden, also standardisieren sie. Nun bringt es die Natur der IT mit sich, dass die nach obiger Definition faulen Profis meist besonders viel arbeiten, aber dieses Paradoxon ist ein anderes Thema.

Die Faulheit wird gern begleitet von der Gewohnheit - auch das trifft uns Entwickler. Zum Beispiel bei der Autocompletion in der Bash: Diese noch relativ junge Erfindung (gemessen am Alter von Unix) ergänzt nicht nur den Namen von Kommandos, sondern bei vielen Befehlen auch die Parameter und Optionen. Also hämmern wir schon völlig automatisch auf die Tab-Taste, wenn wir ein Kommando eintippen. So auch bei selbst geschriebenen Tools, wie das im Februar vorgestellte CoreBiz-Development-Tool „cbreview". Das Kommando verwendet Sub-Kommandos, ganz wie von Tools wie „git" bekannt, zum Beispiel „cbreview workon". Nun sorgt die Shell dafür, dass die Autocompletion für den Tool-Namen selbst funktioniert (also „cbreview"), aber sie kennt natürlich keine Sub-Kommandos, keine Optionen und weiß auch nicht, welche Repositories sich im Review-System Gerrit befinden.

Glücklicherweise stellt die Bash ein recht ausgefeiltes System bereit, um die Autovervollständigung auch für neue Kommandos zu ergänzen. Also haben wir uns die Zeit genommen, selbiges für „cbreview" zu entwickeln - und sind selbst erstaunt, was diese Änderung ausmacht. Die Zeitersparnis mag marginal sein, aber die Bequemlichkeit hat deutlich gewonnen. Damit macht es einfach mehr Spaß, mit dem Tool zu arbeiten.