Aktueller Firmenbrief

25.04.2017

Firmenbrief 137/17


Liebe LeserInnen,

während München sich nach langem Geziehe und Gezerre von dem Linux-Desktop verabschiedet und damit eine Steilvorlage für das kommende Steuerschwarzbuch liefert, empfiehlt eine neue EU-Studie Open Source für die Öffentliche Verwaltung und Wirtschaft in ganz Europa.

Ein seltenes Beispiel für das Eingeständnis eines Irrtums liefern die Autoren, denn im Jahr 2010 prophezeiten sie noch, dass quelloffene Software „Wertschöpfung in der Industrie zerstören" könne. Eben diese Autoren traten nun erneut an, wieder im Auftrag der EU, heute mit dem Fazit, dass Open-Source als „Innovationstreiber" gesehen wird und „signifikant kommerziellen Erfolg" habe. Genannt werden inbesondere Firefox, Wordpress, Linux und Apache. Ein besonderer Aspekt ist auch die Wirtschaftlichkeit - auf 114 Milliarden Euro direkte Einsparungen kommt die Studie. Hinzu kommen niedrigere Kosten für Codepflege oder höhere Erfolgsraten bei Softwareprojekten. So steigert sich die Ersparnis sogar bis auf 342 Milliarden Euro.

In einem weiteren Bereich empfiehlt die Europäische Union aufgrund einer weiteren Studie den Einsatz von Open Source: und zwar als Mittel zum Schutz gegen Massenüberwachung, denn das Thema ist aktuell wie nie. Ein Rat von Sicherheitsexperten empfiehlt, dass mit eigenen Entwicklungsprojekten beispielsweise Verschlüsselungstechniken einfacher werden sollen und allgemein der Einsatz von quelloffenen Betriebssystemen und Anwendungen gestärkt werden sollte: So könne das Risiko von Datenschutzverletzungen durch Massenüberwachung reduziert werden.

Im heutigen Linux-Firmenbrief bekommen Sie im Service einen Tipp, wie Sie schon in den Mount-Optionen die Sicherheit erhöhen können und im Witz zum Schluss haben wir noch ein paar Ostereier, die bei der Suche übersehen wurden.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian