Firmenbrief

14.03.2017

CoreBiz hinter den Kulissen: Unbemerkt umziehen


Es ist die Kernaufgabe eines hochverfügbaren Clusters, dass beim Ausfall eines Servers der oder die anderen Cluster-Mitglieder dessen Aufgaben übernehmen. Im Fall von CoreBiz VSB sind diese Aufgaben in erster Linie virtuelle Maschinen, die ihrerseits komplette Betriebssysteme beherbergen. Also: Fällt ein physikalisch vorhandener Server aus, dann sind davon zunächst all die virtualisierten Systeme betroffen, die dieser Server beherbergt hatte. Der zweite physikalisch vorhandene Server bemerkt den Verlust und startet kurzerhand alle virtuellen Systeme des havarierten Servers selbst. Die Unterbrechung für die Anwender bleibt dabei im Minutenbereich.

Nun gibt es aber auch im regulären Betrieb Situationen, in denen man eine virtuelle Maschine von einem realen Server auf den anderen verschieben möchte. Kein Problem - dieses Umziehen (Migration) läuft durch ein geregeltes Herunterfahren des virtuellen Systems auf der einen Seite und einen sauberen Neustart auf der anderen. Nötig ist das, wenn man an der Hardware des physikalischen Servers etwas ändern muss, ein Kernel-Update ansteht oder aus anderem Grund den Stecker ziehen will.

Eine geplante Downtime im Minutenbereich ist für einige Situationen aber auch noch zu viel. Was dann hilft ist die so genannte Live-Migration: Hier werden der komplette RAM-Inhalt und der interne Zustand des virtualisierten Systems von einem Server auf den zweiten übertragen und dann auf dem zweiten System fortgesetzt. Das Gast-Betriebssystem merkt von diesem Umzug nichts, es wird nur für eine kurze Zeitspanne eingefroren. Diese Pause ist nötig, um eine konsistente Kopie zu erzeugen - sie liegt aber im Sekundenbereich, meist sogar weit unter einer Sekunde. Damit sind Wartungseingriffe am physischen Server sogar während der normalen Arbeitszeit denkbar, ohne dass die Anwender davon etwas bemerken.