Firmenbrief

14.03.2017

Firmenbrief 136/17


Liebe LeserInnen,

„ist mir doch egal, wer bei mir mitliest" oder „ich hab nichts zu verbergen", sind häufige Reaktionen, wenn es um das Thema Datenschutz geht. Bei Reisen in die U.S.A. ist eine solche Einstellung auf jeden Fall hilfreich bei unliebsamen Grenzkontrollen.   

Über aktuelle Probleme bei Ein- und Ausreise berichten die Medien derzeit häufig, kontrolliert wird aber schon seit Jahren heftig. Bereits seit 2009 dürfen Grenzbeamte nicht nur Gepäck, sondern auch elektronische Geräte durchsuchen und Smartphones oder Laptops beschlagnahmen, auch ohne konkreten Verdachtsgrund. Seit Ende 2016 gibt es in den Esta-Formularen für die Einreisegenehmigung ein Feld, in dem die Namen der Konten bei Facebook, Twitter, Instagram und Co. eingetragen werden sollen. Die neue Regierung diskutiert derzeit auch über die Pflicht, die dazugehörigen Passwörter herauszugeben, wenn man in die USA einreisen möchte.


Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat zu dem Thema ein umfassendes Whitepaper erstellt, informiert über die Rechtslage und gibt Ratschläge - der wichtigste darunter: Private Daten verschlüsseln. Wie das beispielsweise mit einem Ubuntu-System geht, lesen Sie hier. Daten in der Cloud abzulegen hingegen ist nur eingeschränkt empfehlenswert, da diese häufig auf Servern in den USA liegen und hier schwächeren Datenschutzgesetzen unterliegen. Unabhängig von Gesetzen sollte sich jede(r) der ziemlich weitreichenden Macht von Grenzbeamten bewusst sein: Werden Sie bei der Einreise nach Passwörtern gefragt, müssen Sie diese zwar nicht preisgeben, allerdings kann die Einreise dann verwehrt werden.  

Im heutigen Linux-Firmenbrief bekommen Sie im Service einen Tipp, wie Sie in den manpages beispielsweise nach Verschlüsselung suchen, wann und wo Sie auf der CeBIT die besten Open-Source-Infos bekommen und wie CoreBiz VSB beim Datenumzug helfen kann.

Ihre

Sophie Bulian