Firmenbrief

15.02.2017

Firmenbrief 135/17


Liebe LeserInnen,

„letztes Jahr hat die Linux Foundation mehr als 20 000 Menschen aus 85 Ländern bei mehr als 150 Events zu Gast gehabt", sagt Jim Zemlin, Chef der Linux Foundation, in einer Stellungnahme zu dem viel diskutierten Einreise-Dekret von Donald Trump.

„Offenheit ist sowohl Teil unsere Kernprinzipien wie auch eine Frage der Zweckmäßigkeit", schreibt er weiter und verdeutlicht so die große Bedeutung von Offenheit im doppelten Wortsinn für das freie Betriebssystem und die gesamte Open-Source-Entwicklung. Zemlin ist nicht der einzige, der sich in der aktuellen Debatte klar positioniert: Jim Whitehurst, Red-Hat-CEO, zeigt sich besorgt, dass die „Änderungen unvereinbar mit Red Hats Werten" sind. Auch IBM und die Open-Source-Plattform Cloud Foundry Foundation ebenso wie Canonical-Chef und Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth finden klare Worte, wie ZDNet berichtet. Der Linux-Vater Linus Torvalds selbst ist Immigrant, aus Finnland eingewandert, wie der Autor Steven Vaughn-Nichols feststellt.

Wenn sich die Europäer bequem zurücklehnen und mit dem Zeigefinger über den großen Teich zeigen, ist das als einzige Reaktion nicht angemessen. Die europäische Mauer ist das Meer, und Mitgliedsländer wie Tschechien und Ungarn lehnen es ab, auch nur einen einzigen Flüchtling muslimischen Glaubens aufzunehmen. Möge der Südafrikaner und Ubuntu-Gründer Recht behalten mit seiner Prognose in der sehr lesenswerten Mail an Vaughn-Nichols: „Die gegenwärtige Welle wird schockieren und schwierig zu bewältigen, aber ich zweifle nicht, dass die Zeit fortschrittliche Werte zurückbringen wird, denn diese schaffen letztlich eine produktivere und glücklichere Gesellschaft."

Im heutigen Linux-Firmenbrief schreiben wir, wie sich LIS-Entwickler selber schnell und einfach helfen können, wie Red Hat zum bio-technologischen Fortschritt beiträgt und welchen Zweitnutzen der martialisch anmutende Befehl "kill" bietet.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian