Firmenbrief

18.01.2017

CoreBiz: Gemeinsam stark - Linux und Windows im Verbund


In der breiten Masse hat sich Linux auf dem PC-Desktop zwar noch nicht etabliert, aber für die meisten Einsatzszenarien eignet es sich ausgesprochen gut.

Nicht nur Software-Entwickler schwören auf das freie System, auch viele Normalanwender sind hochzufrieden, wenn sie ihr anfängliches Fremdeln erst überwunden haben. Nur klemmt es in der Praxis immer wieder an einzelnen Fachanwendungen, für die es partout kein Linux-Pendant gibt.

Doch auch hierfür finden sich viele Lösungen: Man könnte das Programm über Wine direkt auf Linux laufen lassen, allerdings klappt das nicht bei jeder Software. Wenn wirklich ein Windows-Unterbau nötig ist, kann der lokal auf dem Desktop-PC in einer virtuellen Maschine laufen oder auf einem fernen Server unter Windows. Letzteres heißt bei Microsoft dann „Terminal-Server“.

In so einer Terminal-Server-Sitzung laufen die Programme dann in einem Windows-Desktop auf dem Server, aber die Anzeige erscheint auf dem Linux-Desktop. Über RDP (Remote Desktop Protocol) kann Linux dabei auch Verzeichnisse, Drucker, einen USB-Stick und Audio teilen – so fremd fühlt sich das Windows-Zweitsystem dann gar nicht mehr an. Und wer mutig ist, setzt auf Remote Apps: Mit der Technik startet die Terminal-Server-Sitzung keinen kompletten Remote-Desktop, sondern nur ein einzelnes Windows-Programm und leitet dessen Anzeige auf den Linux-Desktop um. Das einzelne Fenster reiht sich dann in die nativen Linux-Programme ein. Was in dieser Kombination ungewöhnlich ist, kennen Linux und Unix seit Urzeiten: die grafischen Oberflächen im X-Window-System beherrschen den Client-Server-Ansatz seit den achtziger Jahren.