Firmenbrief

21.12.2016

Firmenbrief 133/16


Liebe LeserInnen,

 

die Meldungen über Hacker-Angriffe weltweit nehmen in rasantem Tempo und Ausmaß zu und gewinnen an Dramatik.

Den Jahresauftakt 2016 machte das Spionieren bei deutschen Abgeordneten, aktuell verliert auch der sonst vielleicht eher IT-Uninteressierte Durchschnittsbürger bald den Überblick anhand der Nachrichten: Ob es um die Einflußnahme per Computer auf den US-amerikanischen Wahlkampfden massenhaften Ausfall von Routern der Telekom oder den „Daten-Klau Weltrekord" bei Yahoo geht, die Dimensionen übertrumpfen sich schlagzeilenträchtig.

Relativ unauffälllig hingegen eine kleine Meldung über ein Sicherheitsleck in Ubuntu, die aber deutlich einen großen Vorteil der Open-Source-Entwicklung zeigt: Nicht einmal eine Woche nach Entdeckung einer Angriffsfläche, die das Einschleusen von Schadcode ermöglicht hätte, war das Loch auch schon wieder gestopft. Beunruhigend ist die Nachricht dennoch: Der Sicherheitsforscher O'Cearbhill berichtet, dass ihm 100.000 US-Dollar für den Verkauf der Lücke geboten wurden. Dennoch kann man davon ausgehen, dass das Prinzip hinter Open Source für höhere Sicherheit sorgt, denn dadurch, dass der Quellcode für jeden offen und überprüfbar ist und Lücken offen und transparent kommuniziert werden, werden diese schneller geschlossen.  Wenn beides geheim gehalten ist, ist das Risiko zwangsläufig höher.

Im heutigen Linux-Firmenbrief bekommen Sie natürlich wieder Informationen aus erster Hand über Lösungen auf Basis von Open Source. Im Witz zum Schluß haben wir für Sie die Erklärung, wie das bei GNU/Linux so funktioniert, wenn eine Sicherheitslücke in Form einer kaputten Glühbirne entdeckt wird.

Nicht nur in IT-Hinsicht sichere und friedliche Weihnachten und einen guten Rutsch in ein ebensolches Jahr 2017 wünscht

Ihre

Sophie Bulian