Firmenbrief

16.02.2016

Firmenbrief 123/16


Liebe LeserInnen,

eine weitere Schamgrenze ist gefallen - die Gesundheitsdaten aus den so genannten Fitnessarmbändern sind nun auch offiziell begehrtes Ziel für Krankenkassen. Aus der Deckung gewagt hat sich der Chef der Technikerkrankenkasse, aus der Politik kommt Schützenhilfe.

In einem Interview schlägt der TKK-Boss vor, dass die Daten der Fitnessarmbänder und -uhren künftig in der elektronischen Patientenakte gesammelt und von den Kassen verwaltet werden. Gut findet die Idee der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU) - laut Süddeutscher Zeitung meint er, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung „endlich auch im Gesundheitswesen genutzt" werden müssten. „Verkauft" wird dies den Patienten natürlich damit, dass die Auswertung der Daten den Patienten nur zum Nutzen gereichen würde, beispielsweise könne der Arzt besser über Risiken informieren, Hobbysportler sollen von günstigen Tarifen profitieren. Wer mit seinen Daten weniger freigebig sein möchte, dem würde dies im Umkehrschluß zum Nachteil. Logisch, dass gesundheitsbezogene Daten noch ganz andere Begehrlichkeiten wecken - beispielsweise würde mancher Chef gern wissen, ob der Kandidat für die Position im Management eine Disposition für Herzerkrankungen hat.

Zudem ist völlig unklar, wie die Sicherheit der Daten gewährleistet werden sollte. Bis heute scheitert Datensicherheit weiterhin an der vermeintlich einfachen Regel, bei E-Mails keine Anhänge von Unbekannten zu öffnen. Auf diese Weise wurde wohl auch jüngst die IT einer Klinik in Neuss lahmgelegt, ebenso wurde das Innenministerium Nordrhein-Westfalens Opfer eines E-Mail-Anhangs. Zudem kapern die Autoren der Viren und Trojaner zunehmend E-Mail-Konten, so dass die Schadsoftware genauso in der Post von Freunden und Bekannten verborgen sein kann.

Im heutigen Linux-Firmenbrief geben wir Ihnen einen Ausblick auf das kommende Ubuntu LTS, zeigen die Wirtschaftlichkeit von mobilen Applikationen und schließen im Witz zum Schluss eine Wissenslücke zum Hype-Thema Star Wars.  

Ihre

Sophie Bulian