Firmenbrief

18.11.2015

Firmenbrief 120/15


Liebe Leser,

kaum ist das neue Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verabschiedet (siehe Linux-Firmenbrief 119/2015), sind die Terrorattacken von Paris erneut ein Anlaß nach einer weiteren Ausweitung zu rufen.

Dies, obwohl in Frankreich bereits seit 2006 erheblich längere Datenspeicherungsvorschriften gelten, die seit dem Sommer noch ausgeweitet wurden. Verhindern konnte diese Datensammelei die Anschläge jedoch nicht, die Kommunikation findet offenbar auf anderen Wegen statt, genannt werden beispielsweise Whatsapp oder PS4. Eine mögliche Variante, die den Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden auch völlig durch die Lappen geht, wäre schlicht Zettel und Bleistift.

Das Spiel erinnert ein wenig an Hase und Igel - einer hat immer die Nase vorn. Dies gilt natürlich auch weiterhin für die werbetreibenden Firmen: Gestolpert sind wir hier über eine Meldung, in der US-Datenschützer davor warnen, dass mittels hoher Signaltöne vom Fernsehen Daten an mobile Geräte übertragen werden. Wieder eine Methode, mit der Unternehmen ihr Wissen um die Kunden erweitern und geräteübergreifende Nutzerprofile erstellen. Es wäre schon erstaunlich, wenn die Geheimdienste nicht längst mit ähnlichen Mitteln arbeiten würden.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian