Aktueller Firmenbrief

16.09.2015

Firmenbrief 118/2015


Liebe Leser,

es war vorherzusehen: Auch das neue Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung hält den Vorgaben der EU nicht stand, derzeit ist die Abstimmung zunächst bis Oktober verschoben.

Die Kommission kritisiert in der Mängelliste einen der Kernpunkte: die Verpflichtung zur Speicherung von Datensätzen im Inland sieht sie als Verstoß gegen die Dienstleistungsfreiheit der Unternehmen. Gerade dies ist für die Macher aus Bundesinnen- und -justizministerium doch wichtig, soll dies vorgeblich doch der Sicherheit dienen. Die nicht unerheblichen Kosten für die Datenspeicherung sollen die Unternehmen selbst tragen; die Regierung geht davon aus, dass dies zuletzt - welch Überraschung - von den Verbrauchern über die erhöhten Rechnungen selbst bezahlt wird.

Nun macht gerade ein Fall aus Australien Schlagzeilen, bei dem ein verärgerter Vodafone-Mitarbeiter die privaten Mails und Adressen einer Journalistin ausgespäht hat. Neben den Bedenken, die von der EU geäußert werden, ist das natürlich nur eine Frage am Rande, wie ähnlich eigenmächtiger Umgang mit den - anlasslos gespeicherten - Daten künftig verhindert werden könnte; dies hat unseres Wissens die EU nicht auf der Mängelliste.

Im heutigen Witz zum Schluss kommen wir natürlich um den Dauerbrenner Vorratsdaten nicht herum. Außerdem laden wir Sie auf unser IT Wiesn-Meeting und das Oktoberfest ein, berichten über neue Software aus dem Hause Red Hat und verraten einen Trick, wie man die Akkulaufzeit der Festplatte verlängern kann.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian