Firmenbrief

19.11.2014

CoreBiz Management Console - eine spannende Entwicklungsgeschichte


Die große Aktualisierung der webbasierten CoreBiz Management Console (CMC) steht bevor - in acht Jahren Entwicklungszeit hat sich viel getan. Die erste Version der CMC wurde bereits im Jahre 2006 mit CoreBiz 2.8 veröffentlicht. Damals war es noch eine mit dem Qt-Framework programmierte Applikation, die ausschließlich unter Linux lauffähig war.

Schon mit dieser Version wurde ein SnapIn-Konzept umgesetzt, dass es ermöglicht, einzelne Komponenten wie zum Beispiel die Benutzerverwaltung oder die Verwaltung von virtuellen Maschinen je nach Kundenbedarf zu installieren oder zu aktualisieren. Dadurch war es den Entwicklern außerdem relativ einfach möglich, weitere Komponenten zu entwickeln ohne dabei mit den bereits vorhandenen SnapIns in Konflikte zu geraten.

Dieses Konzept wurde auch mit der Umstellung auf eine webbasierte CMC, die im Rahmen von CoreBiz 5.0 veröffentlicht wurde, beibehalten. Die Web-basierte Variante der CMC basiert auf dem Python-Framework Django und brachte die lang ersehnte Plattformunabhängigkeit mit sich. Die Zeiten in denen für die Bedienung der CMC ein Linux/Unix-System mit X-Server oder ein extra VNC-Server aufgesetzt werden musste, waren vorbei. Ein halbwegs moderner Browser ist nun ausreichend, um alle SnapIns und Funktionalitäten der CMC nutzen zu können. Selbst ein Smartphone kann für die Administration benutzt werden.

Mit CoreBiz 6.0 wird nun in Kürze die erste große Aktualisierung der webbasierten CMC ausgeliefert. Zwar wurde die CMC in den letzten zwei Jahren seit dem CoreBiz 5.0 Release um viele weitere SnapIns erweitert und die einzelnen Komponenten erhielten fortwährend kleinere Features und Fehlerbehebungen, das kommende Update enthält gleich mehrere große Änderungen.

Für die Benutzer kaum sichtbar, für die Entwickler aber teils erhebliche (zum Glück meist nur positive) Änderungen stellt die Aktualisierung von Django 1.3 auf Django 1.6 dar. Einige Konzepte mussten überarbeitet werden und viele Django-Erweiterungen wurden aktualisiert und angepasst. Da Django 1.6 teil von Ubuntu 14.04 LTS ist und somit 5 Jahre lang Security-Support erhält, ist das ein wichtiger Schritt, um das Fundament der CMC für die künftigen Jahre fit zu machen.

Die zweite große Änderung ist die vollständige Kompatibilität mit Samba 4, das die Basis des CoreBiz Directory in CoreBiz 6.0 darstellt. Das bedeutet, dass die CMC in CoreBiz 6.0 nicht wie bisher mit einem OpenLDAP-Server kommuniziert und dort zentrale Konfigurationsdaten ablegt und ausliest, sondern dafür den internen LDAP-Server von Samba 4 benutzt. Dieser ist kompatibel mit Microsofts Active Directory. Das hat insbesondere Auswirkungen auf die Verwaltung von Benutzern, Gruppen und Computern. Auch hier wird ein Benutzer der CoreBiz 5.0 CMC auf den ersten Blick keine größeren Unterschiede sehen. Viele Aufgaben lassen sich zukünftig jedoch sehr viel einfacher erledigen als bisher. Dazu gehört das Einbinden von Windows-Clients oder Active Directory kompatiblen Diensten. Administratoren, die die Microsoft Management Console bevorzugen, können diese auch weiterhin benutzen, um zum Beispiel Benutzer und Gruppen zu verwalten. Da es nur ein zentrales Directory mit CoreBiz 6.0 gibt, sind alle Änderungen sowohl in der CMC als auch in Microsofts MMC zu sehen.

Die weiteren SnapIns wie zum Beispiel das VSB- oder DNS-SnapIn sind natürlich weiterhin verfügbar und wurden für die Änderungen bezüglich Django 1.6 und Samba 4 überarbeitet und angepasst.