Firmenbrief

15.10.2014

CoreBiz 6.0: Virtual Server Base (VSB)


In der CoreBiz Produktreihe bietet die LIS AG mit dem CoreBiz Virtual Server Base (VSB) die optimale Virtualisierungsplattform für Ihre IT-Infrastruktur. Aktuell arbeitet das CoreBiz Entwicklungs-Team an den letzten Details für die nächste Version auf Basis von CoreBiz 6.0. Ein Release ist Ende Oktober geplant.

Ähnlich wie die proprietären Lösungen von Citrix oder VMware bietet die CoreBiz VSB Plattform eine große Anzahl an Funktionalitäten, mit deren Hilfe Linux- und Windows-Systeme virtualisiert in isolierten Umgebungen betrieben werden können. Unter anderem virtualisiert CoreBiz VSB die CoreBiz-Produkte, Linux-Systeme und alle aktuellen Windows-Betriebssysteme. Eine Besonderheit des CoreBiz VSB ist das SnapIn für die web-basierte CoreBiz Management Console (CMC). Hiermit kann der Administrator neue virtuelle Maschinen einfach per Mausklick anlegen und konfigurieren.

Virtuelle Maschinen können via Netzwerk, einer .iso-Datei oder direkt von einem Datenträger installiert werden. Mit Hilfe der CMC können komfortabel die grundlegenden Eigenschaften der VMs, wie beispielsweise die Anzahl der virtuellen CPUs, RAM, Architektur oder die MAC-Adresse geändert werden. Sehr praktisch ist das Tool virt-manager im CoreBiz VSB: Hiermit kann man sich direkt auf die Bildschirme der virtuellen Gäste aufschalten und mit diesen interagieren.

CoreBiz VSB Option Cluster:

Die LIS AG bietet zu CoreBiz VSB die Option "Cluster", mit der ein VSB-System um Ausfallsicherheit erweitert werden kann. Die Entwickler kombinieren hier verschiedene Open-Source-Hochverfügbarkeitstechnologien und bauen zwei einzelne VSB-Systeme zu einem ausfallsicheren Zwei-Knoten-Cluster aus. Wie gewohnt kann der Administrator dabei weiterhin die CoreBiz Management Console nutzen, um damit virtuelle Maschinen anzulegen und zu verwalten. Sämtliche virtuelle Maschinen werden ständig zwischen beiden Knoten synchronisiert, so dass zu jedem Zeitpunkt ein konsistenter Zustand gegeben ist. Falls einer der beiden Knoten ausfällt, kann die virtuelle Maschine automatisch auf dem anderen Knoten gestartet werden.

Die Virtualisierungsplattform enthält bekannte Tools aus der Open-Source-Welt, die aktiv von den großen Distributionsherstellern kontinuierlich weiter entwickelt werden. Neben KVM und Qemu sind daher auch libvirt und diverse Treiber enthalten, die den Einsatz von modernen Virtualisierungstechnologien erlauben. Trotz des großen Funktionsumfangs und der komplexen Architektur ist CoreBiz Virtual Base Server mit wenigen Schritten installierbar und einsatzbereit.

Die meisten Neuerungen in dieser Version spielen sich im Cluster-Stack ab: Neben den üblichen Aktualisierungen der verschiedenen Softwarepaketen wurde Heartbeat durch Corosync ersetzt. Die für die Kommunikation zwischen den Cluster-Knoten zuständige Software Heartbeat wird seit einiger Zeit nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Mit Corosync in der Version 2 steht aber ein vollwertiger Nachfolger bereit, der nicht nur aktiv weiterentwickelt wird, sondern darüber hinaus auch Teil des Cluster-Stacks von vielen Distributionen, darunter Suse und Red Hat, ist. Das ist besonders für die geplante Variante des Virtual Server Base Servers auf Basis von RedBiz relevant.

Hier ein Überblick der Verbesserungen in CoreBiz VSB gegenüber der vorherigen Version:

Aktualisierung der Basis Softwarekomponenten:

 

  • CoreBiz 6.0 basierend auf Ubuntu 14.04 LTS (Trusty)
  • Kernel 3.13.0
  • qemu-kvm 2.0.0
  • libvirt 1.2.2


Aktualisierung der Cluster-Komponenten:

  • Corosync 2.3.3
  • Pacemaker 1.1.10
  • DRBD 8.4.3


Außerdem dabei:

  • Kompatibilität mit Samba 4 (CoreBiz BAS 6.0)
  • Long-Term-Support bis April 2019 dank Ubuntu 14.04 LTS
  • SnapIn für die CoreBiz Management Console 2