Firmenbrief

17.09.2014

Firmenbrief 106/2014


Liebe Leser,

„sorgloses Telefonieren, Highspeed-Surfen und brillantes Fernsehen" - das verspricht die Deutsche Telekom für ihr Angebot. Sorglos schnüffeln dürfen hier offenbar auch die NSA und der britische Geheimdienst nach neuesten Spiegel-Nachrichten.

Wie der Ex-Geheimdienstler Edward Snowden versprochen hat, reißen die Enthüllungen nicht ab: Laut einer „Treasure Map" haben die Schnüffler sowohl zur Deutschen Telekom wie auch zu Netcologne und weiteren Providern direkten Zugang. Die Medien verbreiteten die Nachricht am Wochenende, auf der Telekom-eigenen Homepage mit „Nachrichten" war dies jedoch nicht Thema, stattdessen gab es neben Wahlergebnissen Berichte über das Dekollete von Inka Bause oder den Ausgang einer Spielshow im Privatfernsehen. Warum sollten sie auch über so eine Lappalie berichten? Zeigt doch die Bitkom-Befragung der Nutzer aus dem August 2014, dass das Vertrauen in die Internetanbieter wieder steigt.

Entrüstet gibt sich der Telekom-Sicherheitschef dennoch und meint, „der Zugriff ausländischer Geheimdienste auf unser Netz wäre völlig inakzeptabel". Aber ähnliches hatte auch Angela Merkel verlauten lassen, als es um ihr abgehörtes Handy ging, ohne dass für den Bürger Konsequenzen ersichtlich wurden. Der NSA-Untersuchungsausschuß beklagt, dass weite Teile der Akten geschwärzt werden, die Befragung von Snowden will die Opposition nun gerichtlich erstreiten. Bei der Datensammelwut der Dienste bleibt die Frage: Wer soll das alles lesen oder hören, was auf den riesigen Servern lagert?

Höllisch aufpassen sollte man in jedem Fall, wer auf dem Server was liest oder tut, und damit wären wir auch beim heutigen Firmenbrief. Mit CoreBiz 6.0 kommt ein integrierter Wachhund - Kerberos -, den wir heute vorstellen. Noch viel mehr kann offenbar ein neues Produkt von der Firma mit dem Apfel im Logo, zumindest jubilieren die Medien. Im Witz zum Schluß suchen wir nach der Erklärung, warum das so ist.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian