Firmenbrief

18.06.2014

Red Hat Enterprise Linux 7 als neue Basis für RedBiz


Am 10. Juni veröffentlichte Red Hat die neueste Version von Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Version 7 basiert auf Fedora 19 und bringt eine ganze Reihe Neuerungen. Als Basis dient nun der Linux-Kernel in Version 3.10. Ext4 wird als Standarddateisystem durch XFS abgelöst. Ebenfalls mit an Bord ist btrfs, dass aber nur den Status einer Technologievorschau hat und dadurch nicht von Red Hats Support abgedeckt ist.

Als Desktop wird Gnome 3.8 mitgeliefert. Um Benutzern eine größere Umgewöhnung von Gnome 2 zu ersparen, wird der so genannte Classic-Modus genutzt. Der Support beträgt wie schon bei RHEL 6 zehn Jahre und kann um weitere drei Jahre verlängert werden.

Bei den Datenbanken wird MySQL durch MariaDB ersetzt. Beim Init-System muss Upstart nun Systemd weichen. Samba wird in Version 4.1 ausgeliefert und unterstützt nun unter anderem das SMB3-Protokoll.

Bei der Virtualisierung setzt Red Hat weiterhin voll auf KVM. Neu ist jedoch die Container-Virtualisierung mit Docker. Als Gast kann RHEL 7 natürlich in allen gängigen Virtualiserungsumgebungen laufen. Um Ressourcen sinnvoll verwalten zu können wurde die so genannten CGroups integriert. Für die Hochverfügbarkeit wird nun Pacemaker als Cluster Resource Manager ausgeliefert, welcher den rgmanager ablöst.

Wie üblich gibt es den kompletten Quellcode der eingesetzten Software-Pakete zum freien Download. Auf dieser Basis arbeitet das CentOS-Projekt inzwischen ebenfalls an einer neuen Version. CentOS 7 wird es dann vermutlich auch für 32-Bit-x86-Prozessoren geben, während RHEL 7 nur noch 64bit unterstützt.

Auch die LIS-Engineers schauen sich die neue Version von RHEL sehr genau an, da das die Basis für die nächste Version von RedBiz sein wird. Die ausführlichen Informationen zu RHEL 7 finden Sie in den Release Notes, mehr Informationen zu RedBiz lesen Sie hier.