Firmenbrief

21.05.2014

Voice over IP mit Asterisk


In Zusammenhang mit Linux und dem Begriff Voice over IP (VoIP) fällt praktisch immer der Begriff Asterisk. Das liegt daran, dass die Open-Source-Software Asterisk als Implementierung einer linux-basierenden Telefonanlage führend und dementsprechend stark verbreitet ist. Hier ist allerdings zu unterscheiden zwischen der Software Asterisk, die Telefonanlagen-Funktionalitäten bietet und VoIP als Übertragungsverfahren, was übersetzt "Sprachübertragung via Internet-Protokoll" bedeutet.

Eine moderne Asterisk-Telefonanlage nutzt VoIP, um Sprachdaten über ein "normales" Computernetzwerk, also auch über Internet zu übertragen. Die Sprachdaten werden hier - wie immer in IP-Netzwerken - in kleine Pakete zerlegt, die am Zielpunkt (beim Empfänger) wieder zusammengefügt werden. Auf diese Weise erreicht man Unabhängigkeit von konventionellen Standards bei der Übertragung von Sprachdaten. Andererseits kann die Asterisk-Anlage auch konventionelle Leitungen nutzen, wo keine entsprechenden Bandbreiten verfügbar sind. In diesem Falle wird innerhalb des Firmennetzwerks VoIP benutzt, danach konventionelle Telefonleitungen.

Das bietet Unternehmen bei der Telefonie ein erhebliches Einsparpotential, da vorhandene Leitungen, beispielsweise DSL, mit Festpreisen (Flatrate) genutzt werden können. Insbesondere bei internationalen Gesprächen ergeben sich damit kostenmäßig schnell spürbare Vorteile. Auch die Anschaffungs- und Wartungskosten sind ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für eine Asterisk-Telefonanlage. Die Geräteauswahl ist beispielsweise nicht auf spezielle hochpreisige Systemtelefone mit propriären Protokollen beschränkt. Die freie Software bietet viele Erweiterungsmöglichkeiten, beispielsweise Faxserver-Funktionalitäten, ohne dass der Anwender dabei in eine Kostenfalle tappt oder an Grenzen der Anlage stößt.

Das Unternehmen Pascom hat sich auf VoIP-Lösungen spezialisiert und bietet mit dem auf Asterisk basierenden Produkt MobyDick ein VoIP-System mit einfacher Bedienung und vielen Features wie zum Beispiel Voicemail, Rufgruppen, Konferenzraumsystem oder ein Print-to-Fax Gateway.

Das System lässt sich virtuell (kompatibel mit CoreBiz VSB) oder auf dedizierter Serverhardware betreiben. Die Option Hochverfügbarkeit ermöglicht im Fehlerfall die automatische Umschaltung auf ein zweites System. Die Einbindung von z. B. ISDN oder GSM wird durch externe Gateways realisiert.

Auf der Client-Seite wird eine große Anzahl von Endgeräten unterstützt. Viele können mittels Autoprovisionierung durch MobyDick automatisch erkannt und konfiguriert werden. Darüber hinaus kann ein Smartphone mit dem so genannten Mobility Client, der sowohl unter Android als auch IOS verfügbar ist, an das VoIP-System angebunden werden. Für den Desktop gibt es einen umfangreichen und plattformunabhängigen CTI-Client. Damit auch Software anderer Hersteller, zum Beispiel ein CRM-System, mit dem VoIP-System einfach integriert werden kann, stellt MobyDick eine REST-API zur Verfügung.

Die Benutzer können selbständig entscheiden, unter welchen Geräten Sie erreichbar sein wollen. Jeder Anwender kann sich mit seiner persönlichen Durchwahl an einem beliebigen Telefon einbuchen. Mit dem „FollowMe-Konzept" von MobyDick klingelt nur das gerade aktive Telefon. Ist der Benutzer im HomeOffice wird beispielsweise verhindert, dass das Bürotelefon klingelt.

Selbstverständlich kann das VoIP-System an ein CoreBiz oder RedBiz Directory angebunden werden. Dadurch verhindert man das doppelte Anlegen und Pflegen von Benutzer-Accounts und kann viele Einstellungen zentral im LDAP verwalten.

 

Wie der Umstieg auf Voice-over-IP für Ihr Unternehmen konkret aussehen kann, können Sie auch hier nachlesen. Natürlich informieren Sie auch gern die LIS-Linuxland-Experten.