Firmenbrief

20.11.2013

Die Zarafa WebApp 1.4


In einem früheren Artikel in diesem Newsletter wurde die Zarafa WebApp ja bereits vorgestellt. Diese hat sich schnell weiterentwickelt und steht nun als vollwertiger Ersatz neben dem bekannten Zarafa WebAccess zur Verfügung.Die z.Zt. aktuellste Version ist die, am 03. Oktober 2013 erschiene, WebApp 1.4. Je nachdem welches Zarafa Paket installiert ist, kann meist problemlos eine aktuellere WebApp genutzt werden. Die aktuellen WebApp Pakete findet man unter http://download.zarafa.com/community/final/WebApp/.

Ein nicht zu unterschätzener Vorteil der WebApp ist die Möglichkeit, sehr einfach Plugins zu integrieren. Auf dem Zarafa Community Hub unter http://community.zarafa.com findet man ein Project Directory, welches für die WebApp aktuell 15 verschiedene anbietet. Beispiele sind z.B. ein Trainingsplugin für SPAM Filter, Importplugins für Kontakte und Kalendereinträge über das vcard und ical Format, ein Plugin im E-Mails in SugarCRM abzuspeichern und Plugins für die beliebten Onlinespeicherdienste OwnCloud und Dropbox.

Das aktuellste OwnCloud Plugin soll nun hier näher betrachet werden, da es die ein oder andere interessante Funktionalität bietet. Zu finden ist es unter

https://community.zarafa.com/pg/plugins/project/16024/developer/h44z/webapp-owncloud-attachment-plugin

Es muß aber an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass das Plugin mit der Versionsnummer 1.3.2 nur mit der WebApp 1.3.2-42118 stabil funktioniert. Wenn das Plugin in die aktuellste WebApp 1.4 installiert und aktiviert wird, ist eine Nutzung der WebApp nicht mehr möglich. Laut Aussage des Entwicklers wird mit Hochdruck an diesem Problem gearbeitet.

Das Plugin kann auf 2 Arten auf eine OwnCloud Installation zugreifen. Einmal mit einem Login – heißt, alle WebApp Benutzer haben über ein Benutzerkonto Zugriff oder aber jeder mit seinen persönlichen Zugangsdaten. Standardmäßig ist das Plugin so konfiguriert das jeder mit seinen Daten Zugang erhält. Das Plugin geht davon aus, das für das einloggen in Zarafa und der OwnCloud Instanz die gleichen Daten verwendet werden. Sollte das nicht so sein, können ganz einfach über die Einstellungen der WebApp im hinzugekommenen Untermenü „OwnCloud“ die Zugangsdaten verändert werden. Aus Sicherheitsgründen muß auch vor dem erstmaligen Zugriff auf die Dokumente in den Einstellungen das Passwort noch einmal gesetzt werden. Dann ist es aber gespeichert und man kann jederzeit darauf zugreifen.


 

Durch 3 Checkboxen kann man das Verhalten des Plugins beinflussen. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen die Funktionen:

  • Dateianhänge aus empfangenen E-Mails in den Dateispeicher ablegen

  • Dateianhänge für neue E-Mails aus dem Dateispeicher hinzufügen

  • Dateibrowser aktivieren

 

Der Dateibrowser erweitert sich durch ein zusätzliches Icon in der oberen Menüleiste namens „OwnCloud“, welche in der Pluginkonfigurationsdatei individuell verändert und z.B. in „Meine Dateien“ umbenannt werden kann.

 


In diesem Dateibrowser kann man nun wie in einem Dateimanager durch die Verzeichnisse „browsen“ und verschiedene Aktionen ausführen.

Um neue Dateien hochzuladen oder neue Verzeichnisse anzulegen, gibt es oberhalb des Verzeichnisses eine „Büroklammer“ die das ermöglicht.




Für Bilder und Grafikdateien ist eine Dateivorschau integriert.

 

 

Desweiteren können erweiterte Bearbeitungsschritte wie das Öffnen, ein Umbenennen, Löschen und natürlich auch das Anhängen an eine E-Mail aus dem Dateibrowser ausgeführt werden.

 

 

Auf Basis dieses PlugIn gibt es bei Zarafa ein momentan noch internes Projekt mit dem Namen „Z-Files“ welches die oben beschriebenen Features mit einem auf dem Zarafa Server installierbaren Dateispeicherdienst oder einem externen WebDAV kompatiblen Speicher nutzen läßt. Die Einsatzmöglichkeiten werden damit deutlich erweitert. Erscheinen soll Z-Files um den Jahreswechsel 2013/2014 in einer ersten Version.

Sollten Sie Anregungen oder Fragen haben, können Sie sich jederzeit gerne an mich oder auch an die Firma LIS-Linuxland wenden, unter der E-Mailadresse mw@zarafaserver.de oder unter info@linuxland.de.