Firmenbrief

20.11.2013

Vorschau auf die CoreBiz Cloud


Das Thema Cloud Computing beherrscht seit einigen Jahren alle Medien, die sich mit aktuellen Trends in der IT befassen. Meist werden dabei Begrifflichkeiten mit Halbwahrheiten und Unwissenheit vermischt. Was also ist Cloud Computing?

Das Arbeiten in der Cloud, Englisch für „Wolke", ist heute in vielen Anwendungsbereichen selbstverständlich geworden. Cloud Computing ist aus Sicht der Anwender eine Abstrahierung von miteinander vernetzten IT-Systemen. Ein Benutzer sieht keine Storage-, Datenbank- oder Fileserver; vielmehr sieht er Ressourcen, die er sich dynamisch anmieten kann. Die Abrechnung erfolgt dabei meist nicht pauschal, sondern wirklich nach in Anspruch genommener Leistung.

Aus Sicht des Dienstleisters bezeichnet Cloud Computing die Vernetzung von vielen Systemen zu einem einheitlichen Konstrukt. Dieses Gesamtsystem kann dann Ressourcen wie Speicherplatz, virtuelle Maschinen oder konkrete Software bereitstellen. Wichtig ist auch, dass diese in der Regel ausfallsicher und skalierbar zur Verfügung stehen. Benötigt ein Kunde beispielsweise über Nacht doppelt so viel Speicherplatz wie zuvor, kann der Kunde einfach seine Ressourcen beim Anbieter vergrößern und nutzen. Die Abrechnung erfolgt dabei flexibel.

Aus dieser Definition ergibt sich, dass Cloud Computing mehrere Arten von Ressourcen zur Verfügung stellen kann.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen folgenden Varianten:
  • Iaas - Infrastructure as a Service.
    Die Cloud stellt virtuelle Maschinen bereit, die in der Regel ausfallsicher und skalierbar sind. Die virtuellen Maschinen kann der Kunde selbst mit dem gewünschten Betriebssystem und der gewünschten Software ausstatten. Prominentes Beispiel: Amazon Elastic Cloud (EC2)
  • PaaS - Platform as a Service.
    Der Anbieter stellt mit seiner Cloud fertige Systeme bereit, auf denen vom Kunden selbst geschriebene oder selbst mitgebrachte Anwendungen laufen. Prominentes Beispiel: Google Gears
  • SaaS - Software as a Service.
    Vom Anbieter bereit gestellte Software kann vom Kunden bei Bedarf genutzt werden. Prominentes Beispiel: Groupware- oder ERP-Systeme in der Cloud


Clouds können nominell privat (z. B. innerhalb des eigenen Unternehmens) oder öffentlich (für alle Internet-Benutzer) bereit gestellt werden. Im Praxisalltag kommen auch Mischformen zum Einsatz, in denen Teile der Cloud nur innerhalb eines Unternehmens und bestimmte Teilsysteme für jedermann zugänglich sind.

Wenn man Cloud Computing auf harte Fakten herunterbrechen möchte, kann man folgende Stichworte mit dem Thema assoziieren:

  • Nutzung und Abrechnung bei Bedarf durch Selbstbedienung
  • Zuverlässigkeit
  • Skalierbarkeit
  • Standardisierung von Prozessen und Ressourcen


Die Kombination der Cloud-Varianten und der hier genannten Stichworte ergeben auch den Unterschied zur klassischen Virtualisierung: Während „normale" Virtualisierung meist die Nutzung von virtuellen Systemen beschreibt, beherbergt Cloud Computing viel mehr: Im Hintergrund laufen zwar meist virtuelle Systeme, die passen sich jedoch der aktuellen Last an, können dynamisch erweitert werden und ggf. Software anbieten, die Nutzer anmieten können.

Viele frei verfügbare Cloud-Computing-Produkte beinhalten nur skalierbare Virtualisierung und erfüllen daher streng genommen nicht alle Anforderungen, die die Begriffsdefinition von Cloud Computing stellt. Eine „richtige" Cloud kann daher mehr als nur virtualisieren.

Einer der Gründe für Cloud Computing ist die Wirtschaftlichkeit: Während Unternehmen noch vor einigen Jahren zwingend eigene Server im Office oder in einem Rechenzentrum unterbringen mussten, können die meisten benötigen Dienste auch flexibel bei Cloud-Anbietern genutzt werden. Die typischen Anwendungsfälle - nämlich Files- und Groupware-Server - sind schon längst bei Bedarf mietbar und können entsprechend den Anforderungen skaliert werden. Immer schnellere Internetanbindungen machen's möglich.

Wer noch nicht in die Cloud gewechselt ist, hat möglicherweise noch Bedenken: In welchem Land liegen meine Daten, mit welchen Kosten muss ich rechnen und kann ich all meine benötigten Dienste bei einem Anbieter mieten?

An dieser Stelle gibt die CoreBiz Cloud klare Antworten. Die Engineers von LIS-Linuxland bauen derzeit eine Cloud auf, die alle Daten in einem professionellen Rechenzentrum in Deutschland hostet. Klare Kennzeichnungen sorgen zudem dafür, dass ein Kunde alle monatlichen Kosten im Blick behalten kann. Und ja - von klassischer Virtualisierung bis hin zum virtuellen Desktop, Fileserver, Groupware und ERP-System können alle Dienste bei LIS-Linuxland angemietet werden. Sie brauchen sich dabei um nichts zu kümmern - die Cloud auf Basis von ausgereiften Technologien sorgt für Zuverlässigkeit, Ausfallsicherheit und Performance.

Wer sich nicht auf die CoreBiz Cloud im Rechenzentrum von LIS-Linuxland verlassen will, kann sich seine eigene Cloud liefern lassen - die CoreBiz Cloud ist auch bei Ihnen installierbar.

Als Grundlage für die CoreBiz Cloud dient unter anderem OpenStack. Die Software ist ursprünglich das Ergebnis einer Zusammenarbeit der NASA und dem amerikanischen Hosting-Anbieter Rackspace; heute führt eine eigene Stiftung unter Beteiligung von namhaften Unternehmen aus aller Welt OpenStack als Community-Projekt weiter. Da der Quellcode von OpenStack offen liegt und die CoreBiz Cloud in Deutschland untergebracht ist, muss man keine Angst um seine Daten haben.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Sprechen Sie uns heute nach an, wenn die Engineers von LIS-Linuxland Ihre Server in der CoreBiz Cloud abbilden sollen. Unsere Erfahrungen zeigen: Es lohnt!