Firmenbrief

19.06.2013

Firmenbrief 91/2013


Liebe Leser,

dank eines mutigen Mannes wird endlich öffentlich, wie weit die alltägliche Überwachung im Internet geht. Menschen, die als Paranoiker verlacht wurden, sehen sich bestätigt. Schade nur, dass es allzu viele gibt, die auch diesmal wieder mit einem Achselzucken darüber hinweggehen werden, mit den Worten „ich hab ja nichts zu verbergen."

Diese Gleichgültigkeit ist auch unseren staatlichen Überwachern bewußt - das würde zumindest erklären, dass in der gleichen Woche, in der der Prism-Skandal öffentlich wird, unsere Schlapphüte hiervon inspiriert stärkere Internet-Überwachung planen. Diejenigen, die den Datenkraken das Leben zumindest schwerer machen möchten, zeigt die Webseite Prism-Break.org Alternativen auf. Es dürfte kaum verwundern, dass der Wechsel zu einem freien Betriebssystem wie Debian oder dem Firefox-Browser und anderen Open-Source-Alternativen der Vorzug gegeben wird.

Dass die Überwacher nicht nur Bürgerrechte nachrangig sehen sondern auch Urheberrecht, zeigt die skurrile Geschichte am Rande: Das Logo, das in allen geleakten Präsentationen der NSA verwendet wird, nutzt ein Foto, das unter gewissen Voraussetzungen kostenlos genutzt werden kann. Hiernach hätten die US-amerikanischen Spione zumindest den Urheber jeweils nennen müssen - was zur Geheimhaltung wahrscheinlich nicht so paßt. Allerdings meint der Sohn des Fotografen, auf dessen Webseite das Foto steht, dass sie in diesem Zusammenhang vielleicht doch lieber auf eine Erwähnung verzichten...

Brandaktuell zum Thema Datensicherung passt dabei unser Firmenbriefartikel unter der Überschrift „Two-Factor-Authentication". Zum Thema PRISM haben wir noch einen Beitrag im Witz zum Schluß.  

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihre

Sophie Bulian