Firmenbrief

17.04.2013

Novell-Kommentar: Datei-Sharing als Schlüssel für mobiles Arbeiten


Die steigende Anzahl und Vielfalt mobiler Geräte und Anwendungen verändert derzeit die Arbeitswelt. Eine neue Art des Austauschs von Informationen entsteht, die Kommunikation wandelt sich. Grund genug für das Analystenhaus IDC, in Frankfurt am Main die IDC Unified Communications & Mobility Conference 2013 auszurichten, um mit Branchengrößen wie Vodafone oder IBM und Spezialisten wie Novell, Citrix oder BlackBerry Entwicklungen in diesem Bereich zu diskutieren.

Michael Kleist, Managing Director Central Europe bei Novell, erklärt vor Ort, wie die IT mit der Mobilisierung der Mitarbeiter Schritt halten kann und warum die Cloud dafür oft keine Lösung ist.

Neue Geräte - alte Probleme

„Wenn man sich die Problemstellung, die durch die Unzahl neuer Mobilgeräte entstanden ist, genauer anschaut, wird man schnell zu einem klaren Schluss kommen: Der Umgang mit einem Smartphone oder Tablet ist für uns nichts grundlegend Neues. Wie schon Laptops können auch diese mobilen Geräte verloren gehen oder gestohlen werden - in beiden Fällen geht es dann primär um den Verlust der Daten und gegebenenfalls auf dem Gerät gespeicherten Zugriffsrechte. Das Neue ist vielmehr die Komplexität, die durch die schiere Vielfalt an Geräten, Systemen und Versionen entsteht. Derzeit gibt es beispielsweise mehr als 110 verschiedene Android-Versionen auf dem Markt. Unternehmen dürfen in dieser Situation keinesfalls versuchen, Einzellösungen für verschiedene Geräte zu implementieren. Hier stimme ich Phil Redmon zu, der Research Vice President bei Gartner ist: Alle Geräte müssen einheitlich mit einem Regel-Set verwaltet werden, egal von welchem Typ sie sind. Genau für eine solche Anforderung gibt es spezielle Mobile Device Management Lösungen. Wer immer noch nicht über den Einsatz eines solchen Systems nachgedacht hat, läuft Gefahr, in den nächsten Jahren auf massive Probleme zu stoßen."

Systemübergreifend Alternativen bieten

Ein Blick auf die Zahlen aus der Forrester-Analyse „2013 Mobile Workforce Adoption Trends" zeigt die Gründe für diese Probleme: Gegenüber 2011 hat sich die Zahl der mobilen Arbeiter im Jahr 2012 fast verdoppelt. Weltweit haben sich 258 Millionen Arbeitnehmer zugunsten einer BYOD-Lösung für ihr Arbeitsgerät entschieden. Daneben wünschen sich 208 Millionen der sogenannten Information Worker ein iPhone und 200 Millionen ein Windows Tablet als Arbeitsgerät.

Angesichts dieser Zahlen liegt für Forrester die oberste Priorität für das Jahr 2013 auf einer Lösung für das „Sharen" von Dateien über Gerätegrenzen hinweg. Die eben genannten Zahlen belegen eindrucksvoll, dass ein Fokus auf ein einzelnes „Ökosystem" - egal ob Windows, Apple oder Android - an der Realität scheitert. Deswegen müssen schleunigst Lösungen implementiert werden, die genau diese Funktion übernehmen und dabei einfach zu bedienen sind - und das Compliance-konform. Der Status Quo ist, dass Unternehmen in der Regel die Verwendung externer Angebote wie Dropbox untersagen. Der Nutzen eines solchen Verbotes ist aber minimal: Zum einen sind knapp die Hälfte der Mitarbeiter noch nicht einmal mit den IT-Richtlinien vertraut, in denen solch ein Verbot festgehalten wäre, und zum anderen werden solche Verbote ignoriert, wenn keine brauchbaren Alternativen vorhanden sind. Mitarbeiter sind hier wie Wasser - sie finden immer ihren Weg.

Es geht auch ohne Dropbox

Als brauchbare Alternative zu Dropbox & Co bieten sich moderne Dateimanagement-Systeme an. Die Anforderungen an solch ein System sind allerdings nicht zu unterschätzen. Es liegt auf der Hand, dass sie die Compliance-Anforderungen im Unternehmen erfüllen müssen, außerdem mit der großen Vielzahl an verschiedenen Geräten und Betriebssystemen zurechtkommen und dazu den Mitarbeitern einen ähnlichen Komfort wie die „verbotenen Alternativen" bieten müssen. Aber damit ist es nicht getan. Die Lösung muss sich in bestehende Systeme integrieren lassen, ohne die existierenden Prozesse in der IT zu verändern. Das heißt beispielsweise: die Rechtestrukturen und der Prozess der Vergabe werden beibehalten, vorhandene Audit-Trails werden nicht unterwandert. Viele Lösungen mit Cloud-Komponenten fallen deswegen von vornherein weg - hier wird in Prozesse eingegriffen, es können Probleme mit Synchronisierung zwischen der internen und der Cloud-Welt entstehen und so Dubletten produziert werden - dies spürt man auch in den Kosten solcher Ansätze. Darüber hinaus besteht immer das Risiko, dass ein Cloud-Anbieter kompromittiert wird.

Michael Kleist hierzu: „Lösungen wie FILR von Novell umgehen diese Probleme, indem sie als Ergänzung vorhandener Datei- und Rechtesysteme agieren, etwa für Windows-Dateiserver und Active Directory von Microsoft. Zusammenfassend bleibt zu sagen: In einer heterogenen Welt mit Myriaden an neuen Geräten und mobilen Arbeitern, mit BYOD und parallelen Ökosystemen, gerade in einem solchen Chaos muss einheitlich vorgegangen werden. Mobile Device Management, Dateizugriff und Drucken muss einheitlich geregelt, komfortabel zu bedienen und sicher sein - sie müssen gleichzeitig dabei nativ auf jeder Windowsumgebung laufen, einfach auf bestehende Prozesse aufsetzen und umfassend in der Leistung sein. Auch wenn unsere Welt neuer und komplizierter aussieht: Letztendlich ist die grundsätzliche Herausforderung nur alter Wein in neuen Schläuchen - und die passenden Gläser sind jetzt auch erhältlich."