Firmenbrief

16.08.2006

Virtualisierung - Neue Möglichkeiten einer "alten" Technologie



Virtualisierung - Neue Möglichkeiten einer "alten" Technologie

Über die brandaktuelle Technologie "Virtualisierung" wird aktuell in fast jeder Fachzeitschrift berichtet.  Das Thema Virtualisierung ist jedoch kein neuer Trend aus der IT-Branche: Ende der 60er Jahre war "Big Blue" IBM Vorreiter mit der ersten virtuellen Maschine, dem IBM System 360 Model 67. Derzeit entwickelt sich diese Technik rasant weiter und immer bessere Technologien, Einsatzszenarien und Lösungen sind möglich.


Virtualisierung - eine Definition

Der Begriff Virtualisierung beschreibt, dass etwas, das nicht real existiert, täuschend echt in Szene gesetzt wird. Eine virtuelle Maschine emuliert eine Ausführungsumgebung, das heißt, dass Sie die Schnittstellen dieser Umgebung nachahmt. (c't 13/2006)

Anwendungsmöglichkeiten

Mit den gewachsenen Strukturen und der günstigen Hardware (Server, Storage) werden die IT-Landschaften in den Unternehmen immer größer. Für zahlreiche Zwecke werden neue Server angeschafft, zum Beispiel für eine neu eingeführte Software (Datenbank, ERP-System), interne oder externe Projekte oder um eine Testumgebung (für Patches, Updates) zu schaffen.

Jedoch sind die leistungsstarken Server heute in der Regel mit Ihren Aufgaben nur zu einem Bruchteil ausgelastet und gehen nur zu Spitzenzeiten (z. B. bei der Monatsabrechnung im ERP-System) an ihre Grenzen. In den letzten Jahren wurden von den Herstellern für diese Art der Lastenverteilung der Einsatz von Blade-Servern ins Spiel gebracht.

Hier kommt nun der Ansatz der Virtualisierung zum Tragen. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, mehrere Testumgebungen als virtuelle Maschinen (VMs) auf einem physikalischen System laufen zu lassen. Hier besteht sogar die Möglichkeit, solche Szenarien auf virtualisierten Systemen mit frei konfigurierbarer Hardware- bzw. Betriebssystemanforderungen zu testen. Die einzelnen virtualisierten Umgebungen sind gegeneinander abgeschottet, so dass bei einem eventuellen Systemcrash keine weiteren Instanzen in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Sichern bzw. Wiederherstellen eines solchen Systems ist relativ einfach, da es meist als Datei oder Image vorliegt.

Vorteile


Unternehmen profitieren in vielerlei Hinsicht von Virtualisierung:
  • kritische Systeme können isoliert betrieben werden
  • Administrationskosten werden gesenkt
  • Hardware wird besser genutzt
  • Testumgebungen werden sehr kostengünstig
  • veraltete Systeme können weiter genutzt werden, auch wenn sie auf aktueller Hardware nicht mehr lauffähig wären
  • Raum- und Portkosten werden gesenkt
  • niedrigere Stromkosten
Im nächsten Linux-Firmenbrief werden wir Ihnen nähere Informationen zu den unterschiedlichen Ebenen (System- Betriebssystemvirtualisierung und „Paravirtualisierung“) geben.