Firmenbrief

20.02.2013

Red Hats Sicht auf den IT-Markt 2013


Ranga Rangachari, Vice President und General Manager Storage bei Red Hat, gibt in einem Interview eine Prognose zur Entwicklung des IT-Markts 2013 und berichtet, wo der Linux-Distributor seine Schwerpunkte setzen will.

 

Welche Trends erwartet Red Hat für das nächste Jahr am Speichermarkt

 

Ranga Rangachari: Die massive Zunahme an unstrukturierten Daten (Audio- und Videodateien, Bilder, Dokumente, Tabellen etc.) sorgt für einen stetig steigenden Bedarf an Speicherplatz. Auch analytische Einsatzszenarien wie Hadoop und die dazugehörigen Applikationen erfordern immer mehr Storage-Kapazitäten. Das gleiche gilt für virtuelle Serverumgebungen wie VMware und Red Hat Enterprise Virtualization. Kunden kämpfen mit der Datenexplosion und einzelnen Storage-Systemen, die immer mehr Speicher benötigen (scale-up), sich aber nicht modular erweitern lassen (scale-out), um zusätzliche Kapazitätsanforderungen bewältigen zu können. Viele herkömmliche Storage-Arrays können die immer größeren Datenmengen nicht mehr handeln.

Kunden fordern von der Industrie neue und innovative Ansätze, um die Datenexplosion beherrschen zu können. Speicherlösungen müssen dazu über neue Features und Funktionen verfügen. Wir nennen diesen Paradigmenwechsel „Community Powered Innovation“, der Features und Funktionen fördert, wie sie Red Hat mit Unified File und Object Storage bietet.

m Data Center und in Private Clouds lässt sich Red Hat Storage als Software auf Standard-Servern einsetzen und als NAS und Objektspeicher nutzen. Das Ergebnis ist eine enorme Kosteneinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Speichersystemen – und das bei gleichem und in einigen Bereichen sogar größerem Funktionsumfang. Wir können Red Hat Storage auch als Amazon Web Services (AWS) in Public Clouds via Amazon Machine Images (AMI) bereitstellen und AWS-User können damit „NAS in der Cloud“ nutzen. Anwender von Red Hat Storage sind in der Lage, Dateien und Applikationen direkt von ihrem Data Center in die Public Cloud zu verlagern, ohne dass sie Anpassungen vornehmen müssten – dies spart viel Zeit und Geld.

 

Was sind die wichtigsten Anforderungen von Unternehmen bezüglich neuer Management-Tools für ihre IT-Infrastruktur vor Ort und die Cloud?

Welche Tools und welches Know-how wird für den Channel wichtig?


Ranga Rangachari: Immer mehr Unternehmen fordern ein Standard-Storage-Deployment-Modell, mit dem sie Speicherkapazitäten sowohl in ihrem Data Center als auch in der Cloud nutzen können und dazu nur ein einziges Verwaltungs-Tool benötigen. Red Hat Storage Server erfüllt genau diese Anforderungen.

Für die Channel-Partner ist es sehr wichtig, dass sie sich mit diesen neuen Möglichkeiten befassen, Storage-Lösungen einzurichten und zu betreiben, um ihre Kunden dabei unterstützen zu können, Speicherkapazitäten problemlos zwischen dem eigenen Data Center und der Public Cloud zu verlagern. Künftig werden immer mehr Kunden die Public Cloud als zusätzlichen Speicherort nutzen. Channel-Partner sollten sich daher frühzeitig mit diesem Speicherkonzept vertraut machen und wie sich dieses Modell am besten bei ihren Kunden einsetzen lässt.

 

Welche Technologien stehen bei Red Hat 2013 im Mittelpunkt?


Ranga Rangachari: Auch im nächsten Jahr werden wir uns auf Red Hat Storage Server und dessen Vorteile und Funktionen konzentrieren: Mit „Unified File and Object Storage” können Unternehmen die gleichen Daten über Objekte oder als Dateien ansprechen. Diese Funktionalität bietet vielfältige Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Einsatzszenarien.

Als wir Red Hat Storage Server am 27. Juni dieses Jahres vorstellten, haben wir als Technology Preview auch Funktionen angekündigt, die als Ergänzung oder vollständigen Ersatz für das Hadoop File System (HDFS) dienen können. Das Hadoop-kompatible API ermöglicht, auf den Metadata Server des HDFS zu verzichten und bietet via NFS, CIFS und Objekte einen optimierten Zugriff auf Hadoop-Files.