Firmenbrief

16.01.2013

Zarafa - Die Open Source Alternative zu Microsoft Exchange


Wenn es um E-Mails, Kalenderverwaltung, Kontakte und Aufgaben im Team geht, denken die meisten an Microsoft Outlook. Der dahinter genutze Serverdienst Exchange ist zwar nicht  unbedingt jedem bekannt, kommt aber - zumindest im geschäftlichen Umfeld - in vielen Fällen dazu. Wer die Open-Source-Szene schon länger beobachtet weiß, das es eine Reihe von Alternativen zu Exchange gibt. Dünn gesät jedoch sind echte Alternativen zu Outlook.

Ein Grund dafür ist, dass es bei Groupware nicht nur um Technik und Software geht. Häufig scheitern Alternativen und Groupwareprojekte am Endanwender, der verständlicherweise eine komfortable, intuitive Lösung nutzen will, dies idealerweise ohne große Umgewöhnung. So ist Microsoft Outlook in den meisten Fällen gesetzt. Im Umkehrschluss heißt dies, dass sich eine Alternative idealerweise mit Outlook versteht. Manch erfolgversprechendes Projekt ist genau daran gescheitert.

Zarafa als Exchange Alternative


Zarafa ist 1999 mit dem Ansatz gestartet, eine linuxbasierte Groupware zu schaffen, bei der ein Anwender idealerweise nicht merkt, dass „sein" gewohntes Exchange nicht im Einsatz ist. Dazu wurde die in Exchange verwendete MAPI komplett implementiert. Dadurch wird serverseitig exakt die identische Information gespeichert, die Outlook erstellt oder verändert. Was sich für Outlook ändert, ist nur die Kommunikation mit Zarafa statt mit Exchange.

Noch weniger fällt ihm die Kommunikation eines ActiveSync-fähigen Smartphones (iPhone, Android, Windows Mobile etc.) mit Zarafa auf. Hierzu muss auf dem Mobiltelefon ein neues Konto erstellt werden. Dazu wählt man „Microsoft Exchange" Konto aus und die manuelle Konfiguration. Nach Eingabe des Servernamens / der IP-Adresse, dem Benutzernamen und des Passwortes beginnt die Synchronisation. Dies ermöglicht Z-Push, das Zarafa Tool für die Mobiltelefonanbindung. Z-Push ist die Open-Source-Implementation von ActiveSync, dass Programm und beherrscht die gleichen Funktionalitäten wie das ActiveSync eines Exchange 2010 Servers.

Zugriff auf Zarafa mit dem Webbrowser

Nicht immer kann oder möchte man aber über Outlook oder ein Smartphone auf die Groupware-Daten zugreifen. Bei MS Exchange bedient man sich zu diesem Zweck des so genannten OWA. Die Standard-Webapplikation von Zarafa war bisher Webaccess mit einem nahezu vollständigen Funktionsumfang wie Outlook 2003. Optisch sind Zarafa Webaccess und Outlook 2003 kaum zu unterscheiden. Webaccess ist rund vier Jahre alt und hat alle typischen Vor- und Nachteile einer typischen Webapplikation.

Dank HTML5 und anderen Web-2.0-Technologien können nun viele Nachteile behoben werden. Die neue Zarafa WebApp leitet die nächste Generation ein und schließt zu anderen Web-2.0- Frontends auf, mit deutlich höherem Bedienkomfort für Zarafa-Nutzer. Mit der Zarafa WebApp kann man nun von unterwegs auf alle Groupware-Informationen zugreifen und fühlt sich bei der Bedienung fast so, als arbeite man mit einer Desktop-Applikation. Außerdem kann die WebApp mit Plugins erweitert werden. So kann man weitere Kommunikationsarten wie Chat, Videokonferenzen usw. ebenso wie beispielsweise OwnCloud oder Dropbox-Accounts in der gleichen Applikation nutzen.

Migration von Exchange zu Zarafa

Weil die meisten Unternehmen im Jahr 2013 bestehende Groupwarelösungen haben, gilt es, die bisher eingesetzte Software zu Zarafa zu migrieren. Für Anwender von Microsoft Exchange bietet Zarafa hierfür ein komfortables Migrationswerkzeug, das auf Knopfdruck komplette Exchange-Server oder auch PST Dateien migriert. Das gelingt deshalb tatsächlich „auf Knopfdruck", da sowohl bei Exchange / in PST-Dateien als auch bei Zarafa, die Informationen im MAPI-Format abgespeichert werden. Die Informationen müssen nicht verändert, sondern nur die Daten von A nach B kopiert werden.

Klingt zu gut, um wahr zu sein? Testen Sie selbst!

Wie weiter oben geschrieben, entscheidet sich der Wert von Groupware in der praktischen Anwendung. Testen Sie also einfach selbst, ob Zarafa seine Versprechen hält, idealerweise mit Produktivdaten. Mit einer fertig vorkonfigurierten Demoversion macht es Ihnen Zarafa leicht, sich selbt ein Bild zu verschaffen. Die Demo könnnen Sie sowohl unter der Open-Source-Software Virtualbox als auch unter VMware starten.

Die Virtuelle Maschine gibt es hier zum kostenlosen Download:
http://www.zarafa.com/trial_subscription?utm_source=newsletterlis&utm_medium=email&utm_campaign=download-portal

Hier finden Sie eine Deutsche Kurzanleitung für die ersten Schritte in der Virtuellen Maschine:
http://www.zarafa.com/wiki/index.php/Zarafa_VMware_/_VirtualBox_Virtuelle_Appliance?utm_source=newsletterlis&utm_medium=email&utm_campaign=documentation-vm

In der Kurzdokumentation ist auch die Anbindung von Outlook und Smartphones beschrieben. Idealerweise migrieren Sie Ihr bestehendes Postfach in Zarafa. So sehen Sie am Besten, wie sich die Open-Source-Alternative „anfühlt".

Bei Ihren ersten Gehversuchen mit Zarafa wünschen wir viel Spaß und viel Erfolg.
Für weitere Fragen steht Ihnen Ihr Ansprechpartner, Herr Wilhelm Kolb bei der LIS AG selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Die Kontaktdaten lauten wie folgt:

Wilhelm Kolb
Fon: +49 89 993412-16
wkolb@linux-ag.com