Firmenbrief

16.01.2013

Firmenbrief 86/2013


Liebe Leser,

die USA lehnen den Bau eines Todessterns ab. Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un ist „Mann des Jahres". Was haben diese Meldungen gemeinsam? Viele Stimmen im Netz.

Für die erste Schlagzeile sorgte eine Aktion des US-amerikanischen Präsidenten Obama. Ähnlich der in Deutschland seit 2005 bekannten E-Petition, können seit Ende 2011 auch US-Amerikaner über das Internet Petitionen unter der Überschrift „We the People" einreichen. Finden sie 25.000 Unterstützer für ihre Idee, haben sie Anspruch auf eine Antwort durch die US-Regierung. Rund 34.000 US-Amerikaner fanden die  Star-Wars-Idee klasse und versprachen sich vom Bau eines Todessterns neue Arbeitsplätze. Die seltsam anmutende Wahl des nordkoreanischen Diktators hingegen ist vor allem Hackern zu verdanken, die die Internet-Abstimmung des Magazins Time manipulierten und auch dem syrischen Machthaber Assad einen Platz 11 verschafften. Auch die Piratenpartei will mit Computern und Internet der Demokratie auf die Sprünge helfen und scheiterte auf ihrem Parteitag an über 700 Anträgen ihrer Mitglieder - darunter auch einer über Zeitreisen - die auf dem Parteitag diskutiert werden sollten.

Das Internet als Meinungsbildner und Umfragemaschine hat zwar enormen Einfluss auf unsere Gesellschaft, die Schwachstellen sind längst nicht überwunden. Das Internet als gemeinsame Plattform für Entwickler funktioniert hingegen meist prächtig, wie die seit vielen Jahrzehnten erfolgreiche Open-Source-Programmierung beweist. So genannte Shit Storms, unsinnige Diskussionen und merkwürdige Vorschläge, gehören zwar gleichfalls zum Alltag, wenn aber allgemein respektierte Führungspersönlichkeiten wie der Linux-Erfinder Linus Torvalds die Entwicklung kontrollieren, steuern und in geordnete Bahnen lenken, klappt's auch mit der Software.

In unserem heutigen Linux-Firmenbrief berichten wir wieder über erfolgreiche Beispiele, im Witz zum Schluss haben wir eine Anekdote die beweist, dass das Internet nicht die Antwort auf alles hat.

Viel Spaß beim Lesen wünscht 

Ihre

Sophie Bulian