Firmenbrief

19.12.2012

Tipps vom LIS-Service: Druckerprobleme unter Linux


Frage an den Service:

Warum gibt es immer wieder Druckerprobleme unter Linux?

Antwort von dem LIS-Service:

Die Hersteller ignorierten lange Jahre die Linux-Anwender, so dass die Open-Source-Gemeinde schließlich eigene Druckertreiber entwickelte. Die Qualität der Druckergebnisse mit Open-Source-Treibern schwankt(e) je nach Druckermodell, Entwicklungsstand und Verbreitung stark – mit manchen lassen sich exzellente Fotos drucken, andere möchte man nicht einmal einen Behördenbrief zu Papier bringen lassen.

Wie gut ein Drucker beispielsweise Fotos zu Papier bringt, hängt ganz entscheidend von der Wahl des richtigen Treibers ab. Nur noch wenige Laserdrucker für den Büroeinsatz verstehen die Seitenbeschreibungssprache PostScript und berechnen den Inhalt der gedruckten Seiten selbst. Standard ist heute das von Windows bekannte Graphics Device Interface, kurz: GDI. Hier erwarten die Geräte die zu druckenden Seiten fix und fertig aufbereitet - inklusive Farbanpassungen, Korrekturen der Tintenmengen für das jeweilige Druckmedium und korrekter Ansteuerung des Papiervorschubs. All dies muss der PC berechnen, denn der Drucker hat keinen leistungsfähigen PostScript-Prozessor mehr an Bord, was die Produktionskosten senkt.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Linux auf Desktop-Systemen konnten die Druckerhersteller das freie Betriebssystem nicht mehr ignorieren. So bieten die fünf großen Hersteller Brother, Canon, Epson, HP und Lexmark selbst entwickelte Linux-Treiber an. Da sie sich inzwischen um die Linux-Treiberentwicklung kümmern, sollten Anwender erwarten können, dass sie in puncto Druckqualität den Windows-Varianten nicht nachstehen. Die Praxis zeigt jedoch, dass man sich nicht auf die Versprechungen der Hersteller verlassen darf.

Ein kleiner Tipp:

Welche Druckermodelle von Linux unterstützt werden, zeigt ein Blick in die Treiberdatenbank von linuxprinting.org. Hier sind zwar überwiegend die Open-Source-Treiber aufgelistet, vereinzelt findet man aber auch Hinweise auf  Herstellertreiber.