Firmenbrief

16.08.2012

Firmenbrief 81/2012


Liebe Leser,

 

obwohl nur rund fünf Prozent der Bundesbürger direkt Aktien besitzen, nehmen tagtäglich Börsennachrichten viel Platz in den Nachrichten ein. Da also vermutlich rund 95 Prozent der Bürger die Börsenkurse kaum interessieren dürfte, sollen diese Daten wohl als Indikator für unsere Wirtschaft im Allgemeinen und Besonderen herhalten.

Ausgeführt werden die Geldbewegungen längst von Computern, gleichzeitig sind die viel zitierten Märkte wesentlicher Einflussfaktor der Politik. Die Vision, dass Maschinen unser Leben bestimmen, gewinnt an Realität. Ein plakatives Beispiel im Kleinen ist das Wall-Street-Unternehmen Knight Capital, das nach einem Software-Fehler 440 Millionen US-Dollar Verlust machte. Die Handelssoftware kaufte in dem üblich irrwitzigen Tempo einen Berg Aktien viel zu teuer.

Um wesentlich größere Dimensionen mit Verlusten für alle Verbraucher ging es in dem Libor-Zinsskandal. Hier waren die Übeltäter aus Fleisch und Blut: Mitarbeiter mehrer Großbanken machten sich die Computersysteme zunutze und manipulierten Zinssätze, die als Grundlage für Bankgeschäfte weltweit dienen .

Stellt sich die Frage, welche Risiken berechenbarer sind - die durch gierige Menschen oder die durch fehlerhafte Technik. Angesichts der enormen Auswirkungen des Investmentgeschäfts auf unsere Welt ist wohl weder die eine noch die andere Option beruhigend, die Frage der Kontrolle in jedem Fall ungelöst.

Hochverfügbare Daten, in Sekundenschnelle verfügbar, sind jedenfalls nicht nur im Bankgeschäft hochaktuell, wie der heutige Linux-Firmenbrief zeigt. Weitere Themen sind Neuigkeiten bei CoreBiz, statische IPs und Fundstücke bei Twitter.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian