Firmenbrief

18.07.2012

Tipps vom LIS-Service: Warum ist Linux so sicher?


Frage an den Service:

Immer wieder heißt es, dass das Betriebssystem Linux sicherer als andere ist. Warum ist das so?

Antwort von dem LIS-Service:

Ein Grund ist, dass man unter Linux nicht standardmäßig als Administrator - bei Linux „root" genannt - arbeitet. Durch die strikte Benutzerverwaltung haben Viren oder andere Angriffe von außen  nur begrenzte Möglichkeiten, dem System zu schaden.

Hat man auf einem Linux-System nicht explizit die Benutzerrechte verändert, so kann ein Virus keine Software installieren, nicht auf wichtige Systemdateien zugreifen oder ähnliches, denn dazu benötigt man Root-Rechte.

Unter Windows ist das anders, denn der Benutzer hat alle Rechte. Schleicht sich nun ein Virus ein, so verfügt er in der Regel über alle Möglichkeiten und kann die Gewalt übernehmen.

Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist die freie Entwicklergemeinde. Wird eine Sicherheitslücke bekannt, so dauert es in der Regel nur ein paar Stunden, bis sich ein Programmierer auf der Welt dazu bereit erklärt, den Fehler zu beheben. Da jeder den Quellcode von Linux frei einsehen kann, kann jeder diesen auch bearbeiten. Unter Windows wird man schon ein wenig länger warten müssen, bis etwaige Fehler behoben werden. Diese werden in der Regel in festen Abständen mittels der so genannten Service-Packs behoben, die vom Hersteller in vorbestimmten Rhythmen verteilt werden.

Da bei Linux der Quellcode frei einsehbar ist, werden Programme auch mit einem recht hohen Qualitätsstandard geschrieben, denn der Spott der anderen Programmierer auf gleichfalls öffentlichen Mailinglisten bei schlechtem Code ließe sonst nicht lang auf sich warten.