Firmenbrief

21.03.2012

Interessante Linux-Tools für Systemadministratoren - Heute: wget


Systemadministratoren kennen diese Situation nur allzu gut: Beim Surfen im Internet entdecken Sie ein Tool oder eine Datei, die auf einem Linux-Server landen soll. Wenn Sie die Datei auf den lokalen Client herunterladen, müssen Sie diese noch umständlich auf das Zielsystem kopieren - das nervt und ist häufig auch überflüssig.

Mit wget ist es möglich, den Inhalt hinter einem Link direkt auf ein Linux-System herunter zu laden. wget ist meist vorinstalliert und kann direkt aus der Shell aufgerufen werden:

wget http://www.domain.tld/downloads/important_file.tar.gz

Dieses Progamm kann auch mit .htaccess-geschützen Bereichen umgehen:

wget -http-user=Benutzername -password=Kennwort http://www.domain.tld/downloads/important_file.tar.gz

Wenn wget bei diesem Vorgang nicht zu viel Bandbreite verbrauchen soll, kann diese über diesen Parameter begrenzt werden:

wget http://www.domain.tld/downloads/important_file.tar.gz -limit-rate=20K

20K steht hier für 20 KB pro Sekunde (bzw. 120 Kilobit pro Sekunde).

Soll der Download auch nach dem Logout von der Shell weiter laufen, kann wget mit der Option -b aufgerufen werden:

wget -b http://www.domain.tld/downloads/important_file.tar.gz

Häufig wird wget auch genutzt, um Webseiten offline zu speichern. Um beispielsweise die erste Seite einer Webseite („Homepage") inkl. Bildern und Stylesheets offline verfügbar zu machen, kann folgendes Kommando verwendet werden:

wget -p -k http://www.domain.tld

Bei wget handelt es sich um ein umfangreiches Tool, das mit einigen Kniffen zum mächtigen Download-Manager ausgebaut werden kann. Für mehr Informationen empfehlen wir einen Blick in die Manpage („man wget").