Firmenbrief

21.03.2012

Firmenbrief 76/2012


Liebe Leser,

ein eigenes Linux-Betriebssystem von der Hackergruppe Anonymous? Unter dem Titel „Anonymous OS" ist seit kurzem auf der Plattform Sourceforge eine Ubuntu-Variante im Umlauf, die buchstäblich von unbekannter Herkunft sein soll.

Webangriff per DoS leicht gemacht, mit Ionenkanone, Instant-Passwort-Angriff-Identifizierer und Verschleierungsautomatisierung: das neue Betriebssystem verspricht alles, was der Hacker in spe so braucht. Wie das jedoch mit Veröffentlichungen von Unbekannt so ist, dementieren die (anderen?) Unbekannten sogleich, für das Hacker-Linux verantwortlich zu sein. Per Twitter warnt Anonymous vor dem Einsatz, die Software soll ein Fake und mit Viren und Trojanern verseucht sein. Wahrlich ein hartes Los für den verhinderten Netzaktivisten, wenn der Angreifer mittels Angreiferbaukasten selbst angegriffen wird; andererseits könnte das natürlich auch eine gute Übung sein.

Zwar ist das wohl kein Fall für die PISA-Studie, wenn die Ausbildung des Nachwuchs-Hackers zu eigenen Sicherheitsmaßnahmen nicht reicht und er sich stattdessen im anonymen Selbsthilfe-OS bedienen will, aber es steht doch zu hoffen, dass es zumindest mit seiner Allgemeinbildung nicht allzu schlecht steht. Spätestens seit der Odyssee sollte man auf trojanische Pferde nicht mehr reinfallen.

Über zuverlässige Open-Source-Software und nützliche Tools von weltbekannten Herstellern und echten Spezialisten lesen Sie natürlich wieder im heutigen Linux-Firmenbrief.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian