Firmenbrief

20.09.2011

Firmenbrief 70/2011


 

Liebe Leser,

Open Source ist überall - wirklich überall. Als aktuelles Beispiel dient hier die Meldung, dass nun auch der Autohersteller Ford bei seinen EDV-Systemen im Auto auf Freie Software setzt.

Dies ist nicht der erste Fahrzeugbauer, der die Flexibilität und Vorteile von Open Source für sich nutzt: Bereits im März 2009 gaben BMW, Peugeot und Citroen gemeinsam mit anderen Unternehmen den Startschuß für die Genivi Alliance, zu der mittlerweile auch Hersteller wie Bosch, AMD oder Intel gestoßen sind . Gute Chancen also, dass auch in Ihrem Auto ein freies Betriebssystem läuft. Als großen Vorteil der freien Plattform führt Ford ins Feld, dass die Autofahrer beliebig viele Zusatzangebote, neudeutsch: Addons, nutzen können.

Die Freiheit der Anwender im Mittelpunkt - will das nicht jeder? Offensichtlich nicht. Oder wie ließe sich sonst immer noch die Popularität von Apples iPhone oder iPad erklären? Die stolzen Besitzer der trendigen Geräte scheinen von Zensur und Verboten völlig unbeeindruckt, es scheint sie nicht zu stören, dass ein Unternehmen darüber bestimmt, welche Zeitungsinhalte sie lesen, welche Bilder sie sehen oder welche Apps sie nutzen dürfen. Ganz klar eigentlich, dass Apple auch die Abonnentendaten nutzen will, die über ihr Gerät - nur zur Erinnerung: ein Telefon! - die Zeitung lesen. Die Financial Times wollte sich das nicht gefallen lassen und hat ihre Apps kürzlich aus dem Apple-Angebot entfernt .

Zum Glück gibt es auch hier hervorragende freie Alternativen, und die FAZ titelt „Deutschland ist Android-Land". Zwar wohl etwas später als im Rest der Welt, aber doch mit beachtlichen Zahlen ist das Google-Betriebssystem bei den Anwendern auch hierzulande zur beliebtesten Basis für ihr Handy oder Tablet geworden. Damit eröffnet sich den Nutzern wieder die Welt, und wie bei Open-Source-Systemen üblich, können sie beeinflussen, was sich auf ihren Geräten abspielt.

Welche Auswirkungen eingeschränkte Möglichkeiten in der Kommunikation haben können, ist übrigens auch Thema unseres Witzes; außerdem erfahren Sie - wie immer - mehr über Freie Software im heutigen Linux-Firmenbrief.

Ihre

Sophie Bulian