Firmenbrief

21.06.2011

Firmenbrief 67/2011


Liebe Leser,

der Kampf um Marktanteile bei Mobiltelefonen spielt sich derzeit aktuell vor allem zwischen Apple und Android ab, die Marktforscher von IDC sehen Microsofts Windows Phone 7 für 2011 bei höchstens 3,8 Prozent. Trotzdem ist der Konzern aus Redmond lachender Dritter.

Über Lizenzgebühren wegen Patenten kassiert Microsoft von jedem verkauften Android-Handy für das Google-Betriebssystem 5 US-Dollar. Wie ein Artikel auf Meedia hochrechnet, hat das Unternehmen mit eigenen Mobilsystemen „nur" 30 Millionen US-Dollar eingenommen, jedoch allein an verkauften HTC-Geräten 150 Millionen mitverdient. So ergibt der Wettstreit gleich ein völlig anderes Bild, und wegen der in Europa umstrittenen Software-Patente droht Google neues Ungemach: Nun verklagt Oracle den Suchmaschinengiganten auf Milliardenzahlungen, in diesem Fall wegen Java-Entwicklungstools. Die Rechte daran hat der Datenbankhersteller seit der Sun-Übernahme in der Tasche.

Zumindest im US-amerikanischen Markt spielen Softwarepatente nach wie vor eine überragende Rolle, und so versuchen auch Open-Source-Anbieter sich dagegen zu wappnen: Im Open Invention Network (OIN) haben sich zahlreiche Unternehmen zusammengeschlossen. Firmen wie Red Hat, IBM, Sony und viele weitere bündeln ihre Kräfte, kaufen Patente und wollen sich so gemeinsam gegen Klagen schützen.

Auch im Wettbewerb setzen zahlreiche Open-Source-Firmen auf gemeinsame Schlagkraft: In der Open Virtualization Alliance haben sich ähnliche Mitstreiter wie im OIN gefunden, die hier die freie Virtualisierung KVM gemeinsam weiter entwickeln und fördern wollen. Die technisch herausragende Virtualisierungssoftware soll so dem proprietären Platzhirschen VMware noch besser Paroli bieten. Von den Vorteilen der freien Lösung profitieren LIS-Kunden schon seit langem: Bereits seit CoreBiz Version 3.2 setzen die LIS-Techniker auf KVM. Mehr über weitere technisch ausgereifte Lösungen ohne Patentverletzungsgefahr lesen Sie im heutigen Linux-Firmenbrief.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian