Firmenbrief

16.12.2010

CoreBiz Base und Windows 2008 R2 im Vergleich (Teil 2)



Wenn sich IT-Entscheider und Systemadministratoren mit einem Upgrade der eigenen IT-Infrastruktur auseinandersetzen, sind nicht nur die damit verbundenen Kosten ein Thema. Im Linux-Firmenbrief 60 verglichen wir Windows 2008 mit der maßgeschneiderten Lösung CoreBiz Base und zogen erste Bilanz hinsichtlich Virtualisierung, Hochverfügbarkeit und Transparenz. Lesen Sie heute mehr dazu, wie CoreBiz Base gegenüber der Microsoft-Lösung abschneidet hinsichtlich Funktionen, Benutzerfreundlichkeit und Leistung.

Funktionalitäten im Vergleich

Einige Features von Windows sind für IT-Infrastrukturen, die auf das Microsoft-System aufbauen, auf den ersten Blick unentbehrlich und führen oft dazu, dass ein Umstieg auf andere Systeme nicht gewagt wird. Ob dies wirklich so ist, zeigt ein Vergleich.

Windows bietet mit Active Directory einen mächtigen Verzeichnisdienst, der die Automatisierung von Konfigurationsaufgaben ermöglicht. Weiterhin bauen Windows-Administratoren auf ein zentrales Benutzermanagement, Datei- und Ordnerfreigaben, Gruppenrichtlinien, DHCP- und DNS-Dienst und klare Organisationshierarchien. Optionale Dienste, wie der Microsoft-IIS-Webserver, werden hingegen nicht in jedem Unternehmen genutzt.

Mit Microsoft Windows R2 fällt allerdings die POP3-Funktionalität weg, womit standardmäßig kein vollwertiger Mailserver mehr bereit steht. Windows-2008-Nutzer müssen daher entweder auf freie Alternativsoftware umsteigen oder den Exchange-Server einsetzen, womit weitere Kosten anfallen.

CoreBiz Base hingegen enthält all diese wichtigen Features, die für den Betrieb von kleinen, mittleren und komplexeren IT-Infrastrukturen notwendig sind und kann dabei sogar gleichzeitig auf mehreren Ebenen mit Microsoft Windows zusammenarbeiten.

Verzeichnisdienste, Benutzer und Freigaben werden unter CoreBiz Base mit OpenLDAP sowie Samba bereitgestellt. Dank der mitgelieferten Management-Oberfläche CMC entfällt langwierige Einarbeitung. Die grafische Benutzeroberfläche bietet selbst IT-Neueinsteigern die Möglichkeit, Benutzer und Freigaben komfortabel zu verwalten. Zudem gewährt der in die CMC integrierte LDAP-Browser Einblick in Strukturen und gesetzte LDAP-Attribute.

Während Microsoft die Mail-Funktionalität von Windows 2008 R2 verschlankt hat und damit Kunden in Richtung Erwerb eines kostspieligen separaten Exchange-Servers drängt, wartet CoreBiz mit dem Produkt CoreBiz Groupware auf. Die LIS AG setzt dabei im Grundgerüst auf Kolab, eine Software, die ursprünglich für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelt wurde und sich in der Linux-Welt in den letzten Jahren etabliert hat. Kolab besteht aus mehreren Komponenten, darunter beispielsweise der verbreitete Mailserver Postfix sowie der Maildienst Cyrus IMAP.

Mit Hilfe der CMC wird Kolab entsprechend verwaltet und essentielle Aufgaben, wie das Anlegen von E-Mail-Adressen und -Verteilern, sind komfortabel durchführbar. Wird der Einsatz eines Webservers nötig, kann unter CoreBiz Base der populäre Apache 2 aktiviert werden. Unter Windows 2008 R2 werden jedoch der IIS 6 und 7 installiert, da einige Komponenten noch Teile des IIS 6 benötigen. Im schlimmsten Fall kann dies zu Sicherheits- und Kompatibilitätsproblemen führen.

Im Bereich Server Based Computing (SBC) stellt der Windows 2008 Server eine integrierte Terminalfunktionalität bereit, wobei die Clients separate Access-Lizenzen benötigen. Der CoreBiz Terminalserver bildet die gleiche Funktionalität ab, selbstverständlich müssen die CoreBiz-Clients hingegen nicht mit zusätzlichen Lizenzen ausgestattet werden. Das bedeutet erhebliche Kosteneinsparungen in der IT. Mit Nomachine NX setzt CoreBiz dabei auf eine Lösung, die in den Windows-, Linux und Macintosh-Welten einen hohen Verbreitungs- sowie Bekanntheitsgrad besitzt.

CoreBiz Base beinhaltet weiterhin Drucker-, DNS-, DHCP- und WINS-Dienste, womit CoreBiz Base zur vollwertigen Windows-2008-Alternative avanciert. IT-Entscheider und Systembetreuer finden Dank der großen Funktionsvielfalt und der mit Snap-Ins erweiterbaren Verwaltungsoberfläche CMC eine Möglichkeit, preisgünstig eine komplette IT-Infrastruktur auf CoreBiz-Basis aufzubauen. Dabei sind die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft: Optional lässt sich beispielsweise noch ein Monitoring-Dienst auf CoreBiz Base aufschalten.

Editionswirrwarr

Microsoft bietet den Windows 2008 R2 Server gleich in neun verschiedenen Versionen an, darunter viele als 32- und 64-Bit-Edition. Allein um da die richtige Version zu finden, müssen Entscheider häufig externe Beratung in Anspruch nehmen oder zumindest umfangreiche Feature-Listen studieren. Die 32-Bit-Versionen bieten zwar den Vorteil, auch ältere Hardware verwenden zu können, dieser geht jedoch schnell auf Kosten der eher durchschnittlichen Performance eines Windows-2008-R2-Servers flöten. Zudem kann unter 32 Bit keine Hyper-V-Virtualisierung genutzt werden.

CoreBiz Base wird hingegen nur in einer Variante (64 Bit) angeboten. Weitere Funktionen können in Form von Produkten ergänzt werden. Da die CoreBiz-Clients nach wie vor auf 32-Bit-Systemen laufen, können Systemadministratoren ältere Hardware für Workstations verplanen.

Lizenzierungsaufwand

Für kommerzielle Betriebssysteme müssen Lizenzen bestellt und verwaltet werden. Für Windows-Clients, die Serverdienste nutzen sollen, müssen zudem Client Access Licenses geordert werden. Dies verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern erzeugt auch zusätzlichen Aufwand.

Die CoreBiz-Produkte hingegen sind ohne Lizenzgebühren nutzbar - somit können beliebig viele Clients auf Terminal- und E-Mail-Dienste zugreifen, ohne dass IT-Entscheider einen Anstieg der Laufzeitkosten befürchten müssen. Die LIS AG bleibt bei diesem Konzept: Client Access Lizenzen wird es für CoreBiz auch künftig nicht geben. Das erleichtert IT-Verantwortlichen auch die mittel- und langfristige Budgetplanung erheblich.

Arbeitsspeicher und Prozessoren

Die verschiedenen Windows-2008-Versionen bieten nicht nur unterschiedliche Features, sondern bringen auch Limitierungen für Arbeitsspeicher und Prozessoren mit sich. So kann beispielsweise die so genannte Foundation Edition maximal 8 GB RAM (unter 64 Bit) allokieren und nur eine CPU verwenden. Die Enterprise Edition hingegen gestattet unter 64 Bit die Verwendung von 8 CPUs und 2 TB RAM.

Derartige Begrenzungen gibt es unter CoreBiz Base nicht. Es können standardmäßig alle Ressourcen des Systems verwendet werden, auch hochperformande Systeme lassen sich problemlos mit CoreBiz betreiben.

Benutzerfreundlichkeit

Weil viele IT-Administratoren quasi mit Windows aufgewachsen sind, fällt die Einarbeitungszeit für Microsoft-Serverprodukte vergleichsweise gering aus. Nicht zu unterschätzen ist dennoch der Aufwand für die Einarbeitung in die Neuerungen von Windows 2008 R2, selbst erfahrene Anwender und Systembertreuer finden sich nicht immer sofort zurecht. Der große Vorteil von Windows-Produkten - die benutzerfreundliche Oberfläche und Einsteigerfreundlichkeit - geht teilweise verloren.

Anwender und IT-Administratoren befürchten dennoch häufig, dass ein Umstieg auf Linux schwer sein könnte. Andere Bedienungsansätze und fremde Konzeptwelten schrecken ab und verleiten dazu, sich mit teuren Lösungen aus dem Microsoft-Umfeld zufriedenzugeben. Selbst dann, wenn dadurch nicht die gewünschte Funktionalität erreicht wird.

CoreBiz Base und optional einsetzbare CoreBiz Clients bieten jedoch genau das, was für einen reibunglosen Umstieg wesentlich ist: Eine benutzerfreundliche Oberfläche, intuitiv bedienbare Anwendungen, bebilderte kostenlose Handbücher und Hilfestellung durch den Service der LIS AG. Ein weiterer Vorteil ist die lebendige Community der Linux-Welt, die bei Problemen in zahlreichen Foren und Mailinglisten rund um die Uhr bei Fragen zur Seite steht. Der Service der LIS AG ist zudem darauf spezialisiert, Einsteigern bei einem Umstieg auf freie Software zu helfen.

Unterstützung durch den Hersteller

Häufig wird bei der Überlegung zum Umstieg auf Linux die Sorge geäußert, dass die Hersteller einer Distribution nicht ausreichend lange Support für die Systeme und Applikationen bieten. Die verschiedenen Linux-Distributionen haben hierfür seit langem Antworten parat. CoreBiz beispielsweise setzt auf die so genannten Long Term Support Releases von Ubuntu, um auch über Jahre hinweg Updates, Security-Fixes und Hotfixes für die jeweiligen CoreBiz-Versionen anbieten zu können. Kunden sind damit quasi durch doppelten Boden gesichert: Die Langzeitunterstützung durch Ubuntu und die LIS AG.

Außerdem bietet die LIS AG verschiedene Service-Verträge an, die es jedem Firmenbudget erlauben, auf lange Sicht professionelle Unterstützung - auch vor Ort - zu nutzen. Optional verlängerbare Wartungsverträge sichern zudem die ständige Verfügbarkeit von neuen Bugfixes und Security-Updates.

Fazit

Unser Vergleich zeigt: Mit CoreBiz Base lassen sich auch hohe Anforderungen von IT-Entscheidern kostengünstig umsetzen. Ein weiteres Plus: Mit dem Active Directory Connector kann man sich zudem in Microsofts Active Directory einklinken und die Struktur nach und nach umstellen. Es gibt damit keine spürbaren Ausfallzeiten.

Die gesamte CoreBiz Produktpalette bietet umfangreiche Funktionen für alle gängigen Anwendungsbereiche der IT. Die so häufig zitierten Ängste vor Neuem erweisen sich in der Praxis häufig als Mythos. Für Ihre IT-Struktur gilt: Wer den Umstieg auf CoreBiz wagt, gewinnt auf lange Frist Know-How, spart Kosten in allen IT-Bereichen und gewinnt eine funktionierende IT-Umgebung ohne Kompromisse.