Firmenbrief

16.11.2010

CoreBiz Base und Windows 2008 R2 im Vergleich



Wenn sich IT-Entscheider und Systemadministratoren mit einem Upgrade der eigenen IT-Infrastruktur auseinandersetzen, tauchen viele Fragen auf. Kann eine Umstellung ohne eine für die Anwender spürbare Downtime erfolgen? Welche Kosten kommen dabei auf uns zu? Sind neue Systeme unkompliziert integrierbar? Kommen die Anwender mit der neuen ungewohnten Umgebung zurecht? Und wie kann ich sicher gehen, dass meine neue Software für die IT auch in mehreren Jahren vom Hersteller unterstützt wird?

Eine mögliche Alternative dabei ist Windows 2008. Microsoft hat sein Flaggschiff mit der Version R2 gründlich überarbeitet und zahlreiche neue Funktionalitäten hinzugefügt. Verbesserungen des Active Directory und beispielsweise die Live-Migration für die Virtualisierungslösung Hyper-V bewegen immer mehr Unternehmen zum (häufig kostspieligen) Upgrade von Windows 2003 auf Windows 2008. Nicht selten ist damit das Jahresbudget für die IT aufgebraucht.

Ein Blick auf andere Möglichkeiten lohnt: Die Open-Source-Welt bietet zahlreiche Möglichkeiten, bei gleichbleibendem Funktionsumfang Geld und Administrationsaufwand zu sparen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bietet die LIS AG mit CoreBiz Base eine maßgeschneiderte Lösung.

Mit der CoreBiz Produktpalette ist es möglich, alle Funktionen und Vorteile einer Windows 2008 R2 Umgebung kostengünstig abzubilden. Dabei dient als Basis ein CoreBiz Base-Server, der modular mit weiteren CoreBiz-Produkten erweitert werden kann. Als Entscheidungshilfe vergleicht dieser Artikel die beiden Produkte unter vielfältigen Gesichtspunkten.

Im Fokus: Virtualisierung

Virtualisierung ist eines der zentralen IT-Themen überhaupt. Während die Ursprünge der Virtualisierungstechnologien bis in die Siebziger Jahre zurückgehen, bieten viele Betriebssysteme erst seit wenigen Jahren eine native Unterstützung für virtuelle Gäste an.

Mit Hyper-V existiert unter Microsoft Windows zum ersten Mal seit Version 2008 die Möglichkeit, eine performante und vollständig in den Kernel implementierte Virtualisierungslösung einzusetzen. Ein genauer Blick unter die Haube zeigt weiterhin: Hyper-V basiert - dank gründlicher Mitarbeit von Citrix-Mitarbeitern - zum Teil auf der Open-Source-Technologie Xen. Obwohl Hyper-V teilweise als solide Virtualisierungslösung angepriesen wird, steckt diese Software noch in den Kinderschuhen und muss sich auch langfristig in verschiedenen Einsatzszenarien bewähren. Es ist daher für IT-Entscheider schwer abzuwägen, ob der Einsatz von Hyper-V derzeit lohnt. Hyper-V kann unter Windows 2008 R2 modular als Rolle hinzugefügt und konfiguriert werden.

Die LIS AG setzt hier mit dem CoreBiz Virtual Server Base auf die bewährte und seit Jahren vollständig in den Linux-Kernel integrierte KVM-Technologie. Dank unterschiedlicher Virtualisierungsarten ist es möglich, Linux- und Windows-Systeme in virtuellen Gästen unterzubringen. Während unter Windows 2008 R2 weitere Lizenzkosten für zusätzliche Windows-Gäste anfallen, kann CoreBiz Base auch Linux-Systeme virtualisiert abbilden und somit zusätzliche Aufgaben erfüllen. Mit KVM kommt dabei eine bewährte Technologie zum Einsatz, die durch quelloffene Entwicklung für alle sichtbar transparent weiter entwickelt wird.

Hochverfügbare Umgebungen

Kritische Firmenprozesse können mit Hilfe der heutigen Technik performant und hochverfügbar abgebildet werden. Mit dem Einsatz von Clustering und Datensynchronisation können Hardware- und Stromausfälle, negative Einflüsse und sogar - bei der Wahl mehrerer Serverstandorte - Naturkatastrophen kompensiert werden.

Mit Windows 2008 R2 stellt Microsoft zahlreiche Neuerungen auf diesem Gebiet bereit. Dank neuem Live-Migrationsfeature für Hyper-V bieten sich IT-Administratoren interessante neue Möglichkeiten, um wichtige Systeme redundant auszulegen. Doch auch hier gilt: Mit der Anzahl der Cluster-Nodes und virtualisierten Gäste steigen die Lizenzkosten weiter an.

Die CoreBiz-Produkte stellen ebenfalls Funktionalitäten bereit, womit Systeme hochverfügbar vorgehalten werden können. Mit Hilfe von Load Balancern bleiben diese Systeme trotz kontinuierlicher Datensynchronisation auch performant. Es sind somit keine Kompromisse bei der Zugriffsgeschwindigkeit auf die Daten erforderlich. CoreBiz setzt in puncto Hochverfügbarkeit unter anderem auf die bewährten Technologien DRBD und Heartbeat.

Transparenz und bekannte Softwarepakete

Microsoft hat Windows 2008 strukturell überarbeitet. Neue Funktionen werden in Form von Rollen eingebunden, damit - ähnlich wie bei CoreBiz Base - Features modular hinzugefügt werden können.

Dieses Konzept hat sich bei CoreBiz Base stark bewährt und ist bereits seit den Produktanfängen integriert. Über die CoreBiz Management Console (CMC) können neue Snap-Ins eingefügt werden, von denen jedes ein Bündel von Funktionen und neuen Konfigurationsmöglichkeiten bietet. CoreBiz Base setzt dabei auf Transparenz: Zum Einsatz kommen quelloffene Pakete, die in der Open-Source-Welt hinreichend bekannt sind. Interessierte IT-Administratoren können somit jederzeit einsehen, welche Pakete installiert werden. Zusätzlich erstellt nahezu jede Anwendung eigene Log-Dateien, die im Fehlerfall Aufschluss über mögliche Problemursachen geben können.

Diese Transparenz sucht man in allen Windows-Versionen vergeblich. Da weiterhin kein Einblick in den Quellcode von Windows möglich ist, wird dem Administrator auch verschwiegen, was sich unter der Haube befindet. Das Fehlen von ausführlichen Log-Files unter Windows-Systemen macht den Systembetreuern das Leben dabei nicht einfacher. Beim Aufspüren von Fehlerquellen ist man somit vollständig von zusätzlich installierbaren Tools abhängig.

Im nächsten Linux-Firmenbrief nehmen wir die Funktionen der konkurrierenden Betriebssysteme genauer unter die Lupe ebenso wie die Benutzerfreundlichkeit und Leistung.