Firmenbrief

19.10.2010

Firmenbrief 59/2010


Liebe Leser,

wegen falsch konfigurierter Linux-Server wird Microsoft zum unfreiwilligen Spammer - müssen Sie bei diesem Satz auch zweimal hinsehen? So gelesen auf dem Nachrichtenportal golem.de.

Die Zeiten ändern sich fürwahr - wer hätte vor einiger Zeit noch vermutet, dass auf Microsoft-Servern das freie Betriebssystem eingesetzt wird?! In der Meldung steckt noch mehr Diskussionsstoff: Linux-Server werden von russischen Spammern gehackt. Auch weniger technik-affinen Lesern sollte damit klar sein, dass natürlich auch das freie Betriebssystem proaktive Sicherung verlangt. Microsoft gibt auch nicht Linux die Schuld, sondern nennt als Ursache „menschliches Versagen": Die Rechner seien wohl falsch konfiguriert gewesen und konnten dadurch als Spam-Schleuder missbraucht werden. Trockener Kommentar eines Admins beim Lesen der Nachricht: „Mit Linux kennen die sich wohl nicht so gut aus bei Microsoft." Wie mehr Sicherheit verhindert werden kann, ist wohl auch ein Anliegen der Übeltäter, denn außerdem wurden die gekaperten Rechner für einen DoS-Angriff auf die Seite eines Security-Spezialisten genutzt.

Auch wenn der Erfolg der russischen Cracker in diesem Fall von verhältnismäßig kurzer Dauer ist, kann diese Nachricht den einen oder anderen Admin nicht nur zum Grinsen, sondern vielleicht auch ins Grübeln bringen. Manch einer sollte vielleicht jemanden fragen, der sich damit auskennt. Manch anderer will vielleicht einfach mehr Kontrolle und Sicherheit.

Ein probates Mittel, mit dem Sie Ihre IT-Umgebung unter Kontrolle bekommen, stellen wir im heutigen Linux-Firmenbrief vor: Monitoring, und auch das lässt sich natürlich mit freier Software umsetzen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian