Firmenbrief

18.05.2010

Tipps vom LIS-Service. Heute: Sinnvolle Partitionierung unter Linux



Frage an den LIS-Service:
Wenn ich meinen Rechner installiere, habe ich auch die Möglichkeit die Festplatte zu partitionieren. Macht das Sinn? Und wenn ja, gibt es dazu Empfehlungen?

Antwort vom LIS-Service:
Festplatten zu unterteilen macht durchaus Sinn. In der Praxis hat sich eine Systematik hierfür herausgebildet. .

Linux-Distributionen wie Ubuntu, SuSE, RedHat etc. installieren heutzutage alles in eine Root-Partition. Mit Ausnahme des "Swap"-Bereichs gibt es dann keine weitere Partition mehr, nicht einmal eine Boot-Partition. Es ist aber durchaus sinnvoll und wichtig ein Linux-System (vor allem im Serverbereich) in verschiedene Bereiche, also Partitionen zu unterteilen. Dies hat mehrere Gründe:

- Höhere Systemstabilität
- Angelegte Benutzer systemübergreifend einbinden
- Systemsicherheit erhöhen. Beispielsweise kann die Berechtigung für Partition auf nur "Lesen und Schreiben (rw)" gesetzt werden, so kann z. B. verhindert werden, dass normale User Programme auf dieser Partition ausführen können.
- Systemperformance erhöhen
- Vorhandene Daten bei Neuinstallation beibehalten

Unsere Empfehlung für eine sinnvolle Partitionierung:

1. Partition        System        /              5 - 10 GB
2. Partition        Boot            /boot        200 MB
3. Partition        Var              /var          4 GB
4. Partition        Home          /home      Rest der Festplatte
5. Partition        Temp          /tmp         1 GB
6. Partition        Usr              /usr         1/6 der Kapazität
7. Partition        Swap            ---          1-2 GB

Im nächsten Linux-Firmenbrief schildern wir Ihnen die Hintergründe für diese Empfehlung und begründen, warum wir eine eigene Partition für den Boot-Sektor oder für das /var-Verzeichnis empfehlen.