Firmenbrief

20.04.2010

Firmenbrief 53/2010


Liebe Leser,

kennt der Datensammelwahn noch Grenzen? Die Deutsche Rentenversicherung sammelt unter dem Namen ELENA Lohn- und Krankheitsdaten aller Angestellten, die US-Regierung sammelt sämtliche Tweets, die über Twitter versandt werden (ja, wirklich!) und Flughäfen sind nicht nur für RFID-Daten ein ergiebiger Datensammelplatz.

Geben bei Twitter die Beteiligten ihre mehr oder weniger relevanten Daten noch freiwillig heraus, kann dies in den beiden anderen Fällen durchaus nicht vorausgesetzt werden. Bei rund zehn Millionen Flügen in Europa fallen beträchtliche Mengen vertraulicher Daten an, wie die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) in einem aktuellen Bericht feststellt. Und wenn die Daten dann schon mal vorliegen, ist die Versuchung groß, diese anders zu nutzen als vorgesehen. Die europäischen Datenschützer warnen, dass Regierungen und Privatunternehmen derzeit wenig Wert auf den Schutz der Privatsphäre der Bürger legen, wie auf Futurezone.at zu lesen ist. Neu ist diese Erkenntnis nicht, aber bemerkenswert immerhin, dass die Datenwächter das Thema auch auf europäischer Ebene zur Sprache bringen.

Auch die Datenmengen in Unternehmen wachsen rasant, damit auch der Speicherbedarf. Unabhängig von den rechtlichen Verpflichtungen und kaufmännischen Überlegungen dahinter gibt es unterschiedliche Lösungsansätze; einige davon stellen wir im heutigen Linux-Firmenbrief vor.

Viel Spass beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian