Firmenbrief

19.01.2010

Virtualisierung mit CoreBiz Virtual Server Base




Heutige Standard-Server selbst einfachster Bauart haben inzwischen eine Leistungsklasse erreicht, die mit typischen Back-Office-Anwendungen nicht ausgeschöpft werden kann. Durch diese Leistungsexplosion bei gleichbleibend günstigen Preisen gewinnt das Thema Virtualisierung immer stärkere Präsenz und Aufmerksamkeit.

Bislang wurden viele Server-Instanzen auf dedizierter Serverhardware betrieben, mit dem Einsatz von Servervirtualisierung laufen mehrere davon als virtuelle Instanzen auf einer einzigen Serverhardware parallel.

Vorteile einer solchen Virtualisierung sind unter anderem:

- Verbesserte Energieeffizienz durch weniger Stromverbrauch und reduzierte Klimatisierungsanforderungen
- Verbesserte Betriebssicherheit durch die Ablösung alter Server
- Reduzierte Wartungs- und Betriebskosten durch reduzierte Serveranzahl
- Mehr Flexibilität durch schnellen Start vordefinierter virtueller Serverinstanzen
- Vorteile bei Neu- und Update-Installation durch Testmöglichkeit in virtueller Instanz
- vieles mehr

Weitere Pluspunkte sammelt die Technologie, wenn gleichzeitig zwei oder mehr Virtualisierungs-Hosts vorhanden sind. In einem solchen Setup können die virtuellen Instanzen zwischen den Hosts verschoben (migriert) werden. Im Vergleich mit klassischer Hochverfügbarkeit - abgekürzt HA für High Availability -, bei der einzelne Dienste zwischen den Knoten eines HA-Clusters verschoben werden, bietet Virtualisierung als Plus Unabhängigkeit sowohl von der Hardware als auch vom Betriebssystem. Durch Virtualisierung können beliebige Windows-Versionen gemeinsam mit Linux oder anderen UNIX-Varianten auf einem Host betrieben werden. Und das unabhängig davon, ob das Gast-System die notwendige Treiberunterstützung für Chipsatz, Netzwerk, RAID oder SAN mitbringt.

Die CoreBiz Virtual Server Base (VSB) ist ein minimales 64-Bit Linux System, das mit der Linux Kernel-based Virtual Machine (KVM) als Typ1 Hypervisor (Full-Virtualization) arbeitet. CoreBiz VSB wird direkt auf die Hardware installiert und dient so als „Vermittler" zwischen der unterliegenden Hardware und den darauf installierten Gast-Betriebssystemen.

Das Prinzip ist ähnlich dem eines ESXi Servers, indem ein minimales Linux System eingesetzt wird,  das außer der KVM keine Dienste nach aussen anbietet. Im Unterschied zum ESXi ist die CoreBiz VSB aber ein normal zugängliches System, in dem sich keine proprietären Komponenten verstecken.

Die Verwaltung findet durch standardisierte Schnittstellen wie libvirt und LDAP statt.

Die KVM arbeitet als Kernel-Modul direkt auf der Hardware und verwendet die Virtualisierungstechnologie der modernen Serverprozessoren von Intel (Intel-VT, Vanderpool) oder AMD (AMD-V, Pacifica). KVM ermöglicht den Betrieb von Gast-Systemen ohne spezielle Unterstützung der Virtualisierungstechnologie. Gleichzeitig gibt es sowohl für Linux als auch für Windows spezielle Treiber für Paravirtualisierung, mit denen Netzwerk- und Festplattenzugriffe beschleunigt werden können.

Die CoreBiz Virtual Server Base ist voll in die CoreBiz Infrastruktur integriert. Die virtuellen Instanzen werden wie physische Rechner im CoreBiz Directory registriert und fügen sich nahtlos in die CoreBiz Umgebung ein. Dabei werden Windows-Gäste ebenso unterstützt wie CoreBiz-Server oder auch andere Linux-Instanzen.

Konfiguration und Management der virtuellen Instanzen erfolgen mit der CoreBiz Management Console „CMC". Die virtuellen Instanzen werden über libvirt kontrolliert. Auf diese Weise können Gastsysteme beispielsweise auch mit Standard-Tools wie dem virt-manager bedient werden. Außerdem integriert sich die CoreBiz Virtual Server Base einfach in komplexere Infrastrukturen wie das CoreBiz HA Cluster oder die CoreBiz Cloud.

Im CoreBiz HA Cluster werden die Gäste auf zwei HA Knoten gleichzeitig konfiguriert. Der Cluster Ressource Manager sorgt dafür, dass die Instanz immer auf genau einem Knoten läuft. Die Daten des Gastes werden per DRBD zischen den Knoten repliziert.

Last but not least - CoreBiz VSB ist preislich sehr attraktiv, Lizenzkosten gibt es für keines der CoreBiz Produkte. Die Kosten für die Softwarewartung sind im Gegensatz zum Wettbewerb unabhängig von der Zahl der eingesetzten CPUs oder von der Zahl der installierten Gastsysteme, so dass die insgesamt anfallenden Kosten in typischen Konstellationen bei fünf bis zehn Prozent im Vergleich zum Wettbewerb liegen.