Firmenbrief

18.08.2009

Firmenbrief 45/2009



Liebe Leser,

das Sommerloch treibt erfahrungsgemäß Krokodile in Badeseen, Hängebauchschweine auf Autobahnen und Pythonschlangen in die Kanalisation. Von ähnlichem Nachrichtenwert ist es offenbar, wenn es um die angeblich hohen Rückgabe-Raten von Linux-Notebooks geht.

Nachdem die kleinen Linux-Netbooks Anfang 2008 einen furiosen Start hinlegten und Microsoft ins Schwitzen brachten, gab es im Herbst 2008 Rückenwind für den Konzern aus Redmond: Ein MSI-Manager berichtete über hohe Rückgabequoten der kleinen Rechner mit dem freien Betriebssystem. Der Asus-Chef widersprach dieser Darstellung in einem Interview kurz darauf: Nach seinem Kenntnisstand würden genauso viele Windows-Rechner zurückgegeben wie Linux-Rechner. Jetzt verbannt auch Dell, der zweitgrößte Computerhersteller weltweit, die MSI-Darstellung in das Reich der Gerüchte. Als "Viel Lärm um Nichts" sieht der Produktmanager Todd Finch die Behauptung.

Da bleibt zu hoffen, dass sich die Hardware-Hersteller weltweit technisch nicht an die Kette legen lassen, auch wenn Microsoft dies mit exakt umrissenenen Vorgaben für Windows-Rechner versucht. Der selbstbewußte Microsoft-Chef Steve Ballmer arbeitet weiter an der Legendenbildung, wenn er in einer Analystenkonferenz behauptet: „Unsere Lizenz sagt, was ein Netbook ist." Die Definition ihrer ureigenen Produkte sollten sich Firmen wie HP, Dell, Acer, Asus, Intel und Konsorten nicht von einem Zulieferer aus der Hand nehmen lassen.

Dass es wesentlich objektivere Kriterien gibt, nach denen die technische Leistung von Hardware bestimmt werden kann, darum geht es auch im Artikel zur CoreBiz Performance Metrik in unserem heutigen Linux-Firmenbrief.

Viel Spass beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian