Firmenbrief

19.05.2009

Technisches Review: Windows Server-Komponenten mit Virtualisierung in Linux-Infrastruktur einbetten



Immer wieder treffen wir von der LIS AG beim Kunden auf Windows Server. Unser Ziel ist es dabei nicht, jeden Windows Server aus einem Netzwerk zu tilgen, sondern vielmehr eine sinnvolle und gut pflegbare Infrastruktur zu schaffen. Bei vergleichbarer Leistung bevorzugen wir zwar Linux, jedoch kommt es auch vor, dass Anwendungen benötigt werden, die nur mit Windows laufen. Es kann auch sein, dass aus unterschiedlichen Beweggründen eine Umsetzung mit Linux nicht sinnvoll oder wirtschaftlich erscheint.

Die Verwendung von Windows hat jedoch durchaus gravierende Nachteile. Denn auch diese Geräte sollen ausfallsicher sein und sich in firmenweite Backup- und Disaster-Recovery-Strategien eingliedern lassen. Ein echter Failover-Cluster mit Windows Server ist keine preiswerte Angelegenheit und ein Disaster-Recovery mit geringsten Ausfallzeiten erfordert teure zusätzliche Investitionen in Software von Drittherstellern. Zudem ist es nicht wünschenswert, zusätzliche Hardware in die Schränke zu stellen.

In unseren Projekten versuchen wir daher vermehrt, die inzwischen sehr großzügige Rechnerleistung von Multicore Maschinen mit guter RAM-Ausstattung zu ergänzen, um Systeme virtualisiert laufen zu lassen. Durch die Hardwareunterstützung aktueller Intel- und AMD-Prozessoren können wir die virtuellen Systeme quasi verlustfrei unter CoreBiz laufen lassen. Dabei verwenden wir je nach Anforderung unterschiedliche Virtualisierungstechnologien, wie KVM oder VMware. Ein existierendes Windows-System wird von uns in eine virtuelle Instanz migriert und läuft dort, ohne dass die Metamorphose spürbar wäre. Zudem ist sie über die Virtualisierungskonsole leicht zu steuern.

Ein Ergebnis: Physische Maschinen werden eingespart. Als Geschenk obendrein gibt es dazu die Möglichkeit, Snapshots anzulegen und Festplatten-Images bequem zu sichern. Damit kann ein Disaster-Recovery vorbereitet werden; den Maschinen wird virtuelle Hardware zugewiesen und damit RAM-Ausstattung, Festplattengröße und Netzwerkkarten bequem den Bedürfnissen angepasst. Vor allem für Windows-Gäste bringt dies erhebliche Vorteile mit sich, denn bei größeren Betriebssystem-Patchen oder Service-Packs muss man damit rechnen, dass anschließend nicht mehr alles funktioniert. Mit dem Snapshot kein Problem: Quasi per Knopfdruck kann man verlustfrei zum ursprünglichen System zurück.

Noch interessanter wird die Virtualisierung, wenn sie auf einem CoreBiz Aktiv-Aktiv Cluster aufbaut. In diesem Fall kann man die virtuellen Maschinen auf die aktiven Knoten verteilen, um diese optimal auszulasten. Dabei müssen die physischen Maschinen nicht einmal identisch ausgestattet sein. Wenn beispielsweise MS Exchange als Groupware-Lösung eingesetzt wird, kann auf diese Weise Active Directory auf dem einen Knoten residieren und der Exchange auf dem anderen. Damit ist eine Microsoft Best-Practice Empfehlung umgesetzt.

Zusätzlich sorgt der CoreBiz Failover-Cluster dafür, dass bei Ausfall einer Maschine das abgestürzte Windows auf der zweiten Maschine sofort gestartet wird und in kürzester Zeit wieder zur Verfügung steht. Die Replikation der Datencontainer übernimmt CoreBiz ebenso wie den automatischen Start der gestorbenen Instanzen, egal, ob es sich um eine oder viele virtuelle Maschinen handelt. Ist die defekte Maschine ausgetauscht, wandern die virtuellen Server einfach auf ihre ursprünglichen Maschinen zurück und verteilen die Last damit wieder optimal.

Möchten Sie mehr darüber wissen, wie Ihr Unternehmen von den Vorteilen der Virtualisierung proftieren kann? Schreiben Sie uns eine E-Mail an info@linux-ag.com oder rufen Sie an – wir beraten Sie gern.