Firmenbrief

21.10.2008

Firmenbrief 35/2008




Liebe Leser,

zum ersten Anwendertreffen der Linux Foundation in New York kamen zahlreiche Unternehmen aus der Finanzbranche. Trotz der aktuellen Krise an den Börsen nahmen sich die Vertreter von Merrill Lynch, UBS, JPMorgan Chase, der Citigroup oder Credit Suisse die Zeit für das Thema Linux und Open Source.

Die Stiftung hinter dem Betriebssystem vermutet einen direkten Zusammenhang, und es klingt logisch: Mit wenig Geld in der Kasse sollten Sparmöglichkeiten ausgelotet werden. Erstaunlich allerdings, dass die selben Unternehmen ihren erfolglosen Managern noch Erfolgsprämien in Miliardenhöhe zuschustern (siehe www.spiegel.de). Ob das Sparpotential beim Einsatz von Open Source dies rechtfertigt, darf sicher bezweifelt werden. Dennoch passt in die Zeit, was der Microsoft-Jurist Gutierrez dieser Tage in einem Interview verkündet: "Wir alle sind 'Mixed-Source-Unternehmen'". In einem Atemzug verweist der Anwalt auf die Bemühungen des Unternehmens um Freie Software, und droht gleichzeitig mit juristischen Konsequenzen für die Linux-Unternehmen, die sich den allzu engen Kooperationsvereinbarungen bislang entziehen.

Neben dem Kostenaspekt sprechen viele weitere Aspekte für Open Source, darunter Herstellerunabhängigkeit. Ob diese und andere Verkaufsargumente aus dem Mund von Microsoft-Vertretern glaubwürdig klingen, wird die Zeit weisen.

Informationen aus dem praktischen Einsatz freier Software in Unternehmen liefern wir Ihnen wie gewohnt in unserem Linux-Firmenbrief.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre

Sophie Bulian