Firmenbrief

19.08.2008

Business Intelligence - Steuerungszentrale für Ihr Unternehmen


Durch die Medien geistert immer wieder das Schlagwort "Business Intelligence", abgekürzt BI. Ganze Unternehmen entdecken den Themenbereich als Geschäftsfeld für sich und auch die Informatik steht nicht nach und bietet spezialisierte Applikationen. Mit unserer neuen Artikelreihe wollen wir den Begriff klären und zeigen, wie auch Ihr Unternehmen von Business Intelligence profitieren kann.

Unter BI versteht man die komplette Geschäftsanalytik eines Unternehmens, also alle Verfahren und Prozesse zur systematischen Sammlung, Auswertung und Darstellung von Unternehmensdaten in elektronischer Form. Diese Definition hört sich recht unhandlich an, gemeint ist dabei etwas ungemein Nützliches.

Folgende typische Fragen zeigen, welche Auswertungen Unternehmen von einer Business Intelligence Anwendung erwarten:

1. Welches sind die Top 10 unserer Produkte, wenn man den gesamten Aufwand für Marketing, Vertrieb und Umsetzung beim Kunden mit einbezieht?

2. Wie aufwändig ist unser Verkauf bezogen auf die Produkte?

3. Unsere Projekte sind zeitintensiv und der Aufwand ist oft schwer abzuschätzen.  Bei welchen Projekten überschreiten wir unser Budget? Welche Konsequenzen können wir daraus ziehen?

4. Unsere Produkte werden im Rahmen von Projekten beim Kunden eingesetzt. Wir haben mehrere Standorte und wollen wissen, welches Produkt an welchem Standort besonders gut läuft. Dabei reicht uns die Umsatzübersicht schon lange nicht mehr aus, denn die Standorte benötigen unterschiedlich viel Zeit mit dem gleichen Produkt.

5. Wir haben in den Abteilungen unterschiedliche Programme für ähnliche Aufgaben und können so keine abteilungsübergreifenden, kundenbezogenen Auswertungen fahren. Kurz: Wir wissen gar nicht, welcher Kunde wirklich wertvoll für uns ist.

6. Wie erfolgreich ist eine Abteilung bezogen auf die Anzahl und Ausbildung der Mitarbeiter?

Zur Beantwortung all dieser Fragen werden unterschiedlichste Daten benötigt. Schaut man sich die anfallenden Daten in einem Unternehmen an, wird schnell klar, dass sowohl die Art der Daten als auch deren Herkunft völlig unterschiedlich sind. So buchen die Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten in einem Zeiterfassungsprogramm; der Vertrieb arbeitet mit einem CRM, das Rahmendaten von zukünftigen Projekten enthält; die Projekte werden in einer Projekt-Management-Software geplant und die betriebswirtschaftlichen Daten landen in einer Warenwirtschaft und einer Finanzbuchhaltung, die möglicherweise nur lose miteinander gekoppelt sind. Hier sind bereits fünf Software-Produkte genannt, die alle Daten zu dem Unternehmen beinhalten, aber kaum miteinander verbunden sind. An dieser Stelle beginnt die Herausforderung an eine Software, die sich Business Intelligence zur Aufgabe gestellt hat.

Die Aufgabe der "systematischen Sammlung, Auswertung und Darstellung von Unternehmensdaten" beginnt also mit dem Zusammentragen. Alle relevanten Daten aus den unterschiedlichsten Datenquellen, seien es nun Datenbanken, Tabellenkalkulationsblätter oder strukturierte Textdaten (XML, CSV), müssen in einem so genannten Data-Warehouse zusammen geführt werden. Der Prozess der Zusammenführung der Daten wird mit einem ETL-Tool durchgeführt. ETL steht für "Extract-Transform-Load" und im Ergebnis landen alle relevanten Daten aus dem Unternehmen in dem zentralen Data-Warehouse. Da die Daten für bestimmte Auswertungszwecke gesammelt werden, sollten Sie bereits gefiltert und konsolidiert in die zentrale Datenbank kopiert werden. Beispielsweise ist die tagesaktuelle Zeitbuchung von Mitarbeitern irrelevant und man möchte gleich die Auswertung pro Projekt und Monat haben. Auch dafür dient das ETL-Tool.

Im Linux-Firmenbrief 34 lesen Sie im zweiten Teil der Artikelreihe, wie die Daten ausgewertet und in Berichten zusammengestellt werden. Außerdem erfahren Sie, wie unser neues CoreBiz BI diese Mechanismen umsetzt, so dass Ihr Unternehmen größtmöglichen Nutzen daraus zieht.